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DAX unter Druck durch IT- und Politkrisen

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DAX unter Druck durch IT- und Politkrisen

Die Anleger haben am Freitag eine schwache Handelswoche mit weiteren Verlusten beendet. Der DAX schloss mit einem Minus von einem Prozent bei 18.171 Punkten und setzte damit die negative Entwicklung der vergangenen Tage fort. Für die gesamte Woche summierte sich der Verlust auf gut drei Prozent. Charttechnisch könnte das deutliche Unterschreiten der Marke von 18.250 Punkten auf eine mögliche Abwärtsbewegung bis zur Marke von 18.000 Punkten hindeuten. ING-Experte Christian Zoller warnte, dass bei einem weiteren Rückgang die nächste Unterstützung bei etwa 17.500 Punkten zu finden sein könnte.

Die Unsicherheit auf dem Markt wird durch politische und technische Faktoren zusätzlich verstärkt. Der globale IT-Ausfall, insbesondere bei <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, hat die Anleger verunsichert und zu weiteren Verkaufsaktionen geführt. IG-Marktanalyst Salah-Eddine Bouhmidi und Investmentanalystin Susannah Streeter von Hargreaves Lansdown bezeichneten die IT-Probleme als besorgniserregend, da sie weitreichende Störungen verursacht haben. Neben den IT-Problemen wirken sich auch zunehmende politische Risiken und die drohende Gefahr einer Konjunkturabkühlung negativ auf die Märkte aus, wie Finanzmarktexperte Andreas Lipkow anmerkte.

In den kommenden Tagen wird die Bilanzsaison in den USA das Marktgeschehen dominieren. Die Anleger erwarten Ergebnisse von führenden US-Tech-Unternehmen und sind besorgt über ein mögliches Ende des Tech-Booms. Analyst Sven Streibel von der DZ Bank hebt hervor, dass die Quartalsergebnisse, geopolitische Risiken und der US-Wahlkampf die Marktentwicklung maßgeblich beeinflussen könnten, was zu erhöhter Marktvolatilität führen könnte. Ex-Präsident Donald Trump, der protektionistische Maßnahmen befürwortet, könnte ebenfalls Auswirkungen auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft haben, sollte er erneut gewählt werden.

In den USA verzeichneten die Börsen ebenfalls Rückgänge. Der Dow Jones Industrial sank um 0,7 Prozent auf 40.394 Punkte, während der marktbreite S&P 500 um 0,3 Prozent auf 5.530 Zähler fiel. Der Nasdaq 100 verlor 0,4 Prozent und könnte auf ein Wochenminus von 3,5 Prozent zusteuern. Auch die Unsicherheit rund um eine mögliche Rückkehr von Joe Biden in den Wahlkampf erhöht die Nervosität der Anleger.

Zusätzlich belasten weltweite IT-Probleme die Märkte, insbesondere aufgrund eines Fehlers in einem Programm-Update der IT-Sicherheitsfirma Crowdstrike, der Microsoft-Software beeinträchtigt hat. Auch Airline-Aktien, darunter Lufthansa und Ryanair, leiden unter den Auswirkungen der Technik-Ausfälle. Im MDAX verzeichneten Lufthansa und Fraport deutliche Verluste. Der Stahlkonzern Salzgitter berichtete über einen Verlust im zweiten Quartal, während Mercedes in Serbien Lithium-Rohstoffabkommen unterzeichnete. TUI plant den Rückkauf alter Wandelanleihen, und Süss Microtec erhöhte seine Jahresprognose nach einem starken zweiten Quartal. Netflix meldete ein starkes Kundenwachstum und einen Anstieg des Gewinns, während Stellantis rund 24.000 Plug-in-Hybrid-Minivans wegen Brandgefahr zurückruft.

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