DAX überschreitet erstmals 24.000 Punkte
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Der DAX hat gestern erstmals in seiner Geschichte die Marke von 24.000 Punkten überschritten und damit seine Rekordserie fortgesetzt. Bereits kurz nach Handelsbeginn sprang der deutsche Leitindex über die psychologisch wichtige Schwelle und konnte sich trotz zwischenzeitlicher Schwankungen über diesem Niveau behaupten. Zum Handelsschluss notierte der Index bei 24.036 Punkten, was einem Tagesplus von 0,4 Prozent entspricht. Damit hat der DAX allein in diesem Jahr bereits vier Tausendermarken hinter sich gelassen und liegt seit Jahresbeginn über 20 Prozent im Plus. Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial, verweisen jedoch auch auf mögliche Rücksetzer.
Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt wird derzeit vor allem von der Hoffnung auf ein Ende des Zollkonflikts zwischen den USA und China sowie sinkenden Inflationsraten getragen. Diese könnten in naher Zukunft niedrigere Leitzinsen ermöglichen. Trotz schwacher Konjunkturdaten in Deutschland zeigen sich die Anleger optimistisch, da an der Börse die Zukunft gehandelt wird. Auch das Investitionsprogramm der Bundesregierung sowie die internationale Aufstellung der DAX-Konzerne spielen eine Rolle bei der positiven Entwicklung.
An den US-Börsen hingegen herrscht Zurückhaltung. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent, der Nasdaq 100 lag 0,6 Prozent im Minus und der S&P 500 gab um 0,4 Prozent nach. Marktteilnehmer reagieren empfindlich auf Hinweise, dass die US-Notenbank Zinssenkungen hinauszögern könnte. Zudem belasten Unsicherheiten rund um die Handels- und Außenpolitik der US-Regierung die Stimmung.
In China hat die Notenbank erstmals seit Oktober die Leitzinsen gesenkt. Die Maßnahme soll die heimische Wirtschaft stützen, insbesondere angesichts der neuen US-Zölle. Der Euro konnte leicht zulegen und lag zuletzt bei 1,1263 Dollar. In der Eurozone verbesserte sich das Verbrauchervertrauen im Mai, liegt aber weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt.
Am Rohstoffmarkt stieg der Goldpreis deutlich und erreichte mit 3.278 Dollar je Feinunze den höchsten Stand seit über einer Woche. Die Ölpreise blieben hingegen weitgehend stabil. Unter den Einzelwerten fiel besonders BMW auf: Der Autobauer kündigte ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro an. Vodafone musste hingegen einen Milliardenverlust melden. Honda plant eine strategische Neuausrichtung hin zu Hybridfahrzeugen, während General Motors seinen Autoexport nach China einstellen will.
