DAX über 24.000 Punkte dank US-Rückenwind
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der deutsche Aktienmarkt hat zu Wochenbeginn deutlich zugelegt und die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten überwunden. Der DAX stieg gestern um 1,8 Prozent auf 24.258 Punkte, nachdem er am Freitag zeitweise noch auf 23.684 Zähler gefallen war. Rückenwind erhielt der Markt aus den USA, wo neue Signale einer Annäherung im Zollstreit mit China für Zuversicht sorgten. Auch die Sorgen um den US-Bankensektor nach Problemen bei zwei Regionalbanken traten in den Hintergrund. Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 2,41 Prozent auf 30.224 Punkte. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern zeigte sich der deutsche Aktienmarkt damit in robuster Verfassung. Unterhalb von 24.000 Punkten finde der DAX weiterhin solide Unterstützung, erklärten Analysten.
Besonders stark präsentierten sich die Rüstungswerte, die nach einer schwachen Vorwoche deutlich anzogen. Rheinmetall gehörte mit einem Kursplus von 5,9 Prozent zu den größten Gewinnern im Leitindex. Auch die Aktien von Hensoldt und Renk legten spürbar zu. Grund für das positive Sentiment in der Branche waren neue Großaufträge, die das Vertrauen in den Sektor stärkten.
Ein weiterer Blickfang des Handelstages war der erfolgreiche Börsengang von Thyssenkrupps Marinetochter TKMS. Nach einem Startpreis von 60 Euro stiegen die Papiere im Tagesverlauf auf über 100 Euro. Die Abspaltung von Thyssenkrupp bescherte den Altaktionären automatisch Anteile an dem neuen Unternehmen. Der Börsenstart des Marineschiffbauers wurde von Anlegern als Erfolg gewertet und sorgte für zusätzliche Dynamik an der Frankfurter Börse.
Auch in New York zeigte sich ein freundliches Bild. Der Dow Jones legte um 0,8 Prozent auf 46.540 Punkte zu, der S&P 500 gewann rund ein Prozent, und der Nasdaq 100 stieg um 1,3 Prozent. Die Hoffnung auf neue Gespräche zwischen den USA und China trieb die Kurse an. Gleichzeitig schwächten sich die Befürchtungen über eine erneute Bankenkrise in den Vereinigten Staaten ab. Analysten erwarten für die laufende Berichtssaison zudem positive Impulse, insbesondere von großen Technologiekonzernen.
Die Aktien von Apple erreichten ein neues Rekordhoch bei 264,38 Dollar. Sie notierten damit 4,4 Prozent im Plus. Trotz der Erholung liegen sie im Jahresverlauf mit einem Zuwachs von fünf Prozent jedoch weiterhin hinter dem Nasdaq 100, der rund 20 Prozent gewonnen hat.
Der Euro zeigte sich stabil bei 1,1662 Dollar. Die Abstufung der französischen Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor’s von „AA-“ auf „A+“ hatte am Devisenmarkt kaum Einfluss. Die Ölpreise gaben dagegen nach: Brent verbilligte sich auf 60,57 Dollar, WTI auf 56,88 Dollar. Händler verwiesen auf schwache Wirtschaftsdaten aus China und ein wachsendes Überangebot.
