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DAX trotzt Zinserhöhungen: Eine eurozentrische Perspektive

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DAX trotzt Zinserhöhungen: Eine eurozentrische Perspektive

Die Hoffnung auf eine Beendigung der Zinserhöhungsserie in der Eurozone lässt den DAX weiterhin im positiven Bereich schließen. Trotz einiger Einbußen aufgrund schwacher US-Börsen hat der DAX nach dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank weiterhin Kursgewinne verzeichnet. Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets, äußerte sich positiv über die Klarheit in der geldpolitischen Richtung der Eurozone. Dabei wird erwartet, dass die Serie von zehn aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen nun enden könnte.

Während sich der DAX zeitweise positiv entwickelte, beeinflussten die schwachen US-Börsen die Euphorie. Der Dow Jones sank um 0,5 Prozent, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 deutliche Verluste verzeichneten. Diese Rückgänge wurden unter anderem durch negative Nachrichten aus dem Chipsektor und Streiks in der US-Automobilindustrie verursacht. Ein Bericht von Reuters deutete darauf hin, dass TSMC, der weltgrößte Auftragsfertiger, den Kauf bestellter Chip-Maschinen verzögert. Zudem wird befürchtet, dass die drei großen US-Autokonzerne zum ersten Mal gleichzeitig bestreikt werden könnten.

Starke Wirtschaftsdaten aus den USA führten bei Marktteilnehmern zu Bedenken bezüglich einer möglichen erneuten Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Die Industrieaktivität in den USA hatte im August zugenommen, was den Spielraum der Federal Reserve für eine Zinserhöhung erweitert. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, glaubt jedoch, dass die Fed, anders als die Eurozone, das Zinsniveau beibehalten wird, da die Inflation und der Arbeitsmarkt sich in die gewünschte Richtung bewegen.

Der so genannte Hexensabbat sorgte zudem für stärkere Kursschwankungen am Aktienmarkt. An diesem Tag verfallen an der Terminbörse Eurex Optionen und Futures, was regelmäßig zu größeren Kursbewegungen führt. Institutionelle Anleger versuchen oftmals, die Aktienkurse zu beeinflussen, um ihre Derivategeschäfte optimal zu positionieren, was zu schnellen und deutlichen Kursänderungen führen kann.

Der Euro erholte sich leicht von seinem Tiefstand des Vortags. Er wurde durch die Erwartung stabiler Zinsen belastet, obwohl die EZB die Leitzinsen zum zehnten Mal in Folge angehoben hatte. Es gibt jedoch Spekulationen darüber, ob der Höchststand der Zinssätze erreicht sein könnte.

Abschließend ist zu erwähnen, dass die Ölpreise weiterhin steigen, mit Brent- und WTI-Preisen, die deutlich über 90 Dollar pro Barrel liegen. Das begrenzte Angebot großer Förderländer wie Saudi-Arabien und Russland treibt die Preise in die Höhe.

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