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DAX trotzt Unsicherheiten und legt zu

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DAX trotzt Unsicherheiten und legt zu

Trotz trüber Konjunktursignale hat der DAX gestern seine Robustheit unter Beweis gestellt und den Handelstag mit einem Plus beendet. Der Leitindex legte nach anfänglich verhaltenem Verlauf kontinuierlich zu und schloss 0,57 Prozent höher bei 23.880,72 Punkten. Damit schließt das dritte Quartal zwar mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent, nachdem zuvor vier Quartale in Folge Gewinne verzeichnet wurden, doch die Marktteilnehmer zeigten sich von den Unsicherheiten in den USA und den gemischten Daten aus der deutschen Wirtschaft weitgehend unbeeindruckt.

Die Konjunkturdaten boten nur begrenzt Orientierung. In Deutschland stieg die Inflation im September auf 2,4 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit Dezember des Vorjahres. Gleichzeitig sank die Arbeitslosigkeit leicht. In der Chemiebranche verbesserte sich die Stimmung leicht, der Geschäftsklimaindex legte von minus 12,1 auf minus 11,1 Punkte zu. Der Einzelhandel blieb dagegen schwach: Die preisbereinigten Umsätze gingen im August um 0,2 Prozent zurück.

In den USA steht ein möglicher Regierungsstillstand kurz bevor. Sollte der Senat keine Einigung über die Staatsfinanzierung erzielen, müssten zahlreiche Behörden ab Mittwoch ihre Arbeit einstellen. Ein Treffen zwischen Präsident Donald Trump und den Demokraten blieb ohne Ergebnis. Marktbeobachter warnen, ein längerer Shutdown könne das Wirtschaftswachstum deutlich belasten und wichtige Konjunkturdaten verzögern. An der Wall Street reagierten die Anleger bislang verhalten. Der Dow Jones notierte 0,3 Prozent im Minus, an der Nasdaq gaben Technologiewerte um 0,15 Prozent nach.

Am Rohstoffmarkt setzte Gold seinen Höhenflug fort. Der Preis stieg auf 3.871,45 Dollar je Feinunze und markierte ein neues Rekordhoch. Die Marke von 4.000 Dollar rückt damit näher. Öl verbilligte sich dagegen angesichts der Aussicht auf eine geplante Fördererhöhung durch OPEC+ im November. Brent-Öl kostete am Nachmittag 66,27 Dollar pro Barrel, ein Minus von 0,75 Prozent.

Bei Lufthansa steht ein Pilotenstreik bevor. Eine große Mehrheit stimmte in einer Urabstimmung für Arbeitskampfmaßnahmen bei der Kerngesellschaft und der Frachttochter. Die Aktie verlor zeitweise mehr als fünf Prozent und war damit Schlusslicht im MDAX.

Unternehmensseitig sorgte Continental für Aufmerksamkeit. Der Konzern will trotz Abspaltung großer Geschäftsteile auch als reiner Reifenhersteller im DAX bleiben. Hornbach meldete steigende Umsätze, aber sinkende Gewinne. Thyssenkrupps Rüstungstochter TKMS versprach Anlegern baldige Dividenden. Zudem einigte sich YouTube auf eine Zahlung von 24,5 Millionen Dollar, um eine Klage im Zusammenhang mit der Sperrung des Trump-Kontos beizulegen. Boeing arbeitet unterdessen an einem Nachfolger für die 737 MAX und befindet sich in Gesprächen über ein neues Triebwerk.

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