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DAX trotzt Unsicherheit und beendet starken Mai

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DAX trotzt Unsicherheit und beendet starken Mai

Der DAX hat die Woche mit einem leichten Plus abgeschlossen und damit eine insgesamt erfolgreiche Börsenperiode beendet. Zwar konnte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich bis auf 24.181 Punkte zulegen, schloss aber schließlich knapp unter der Marke von 24.000 Punkten bei 23.997 Zählern. Auf Wochensicht ergibt sich ein Anstieg von 1,6 Prozent. Besonders erfreulich verlief der Mai: Mit einem Monatsgewinn von 6,7 Prozent wurde erstmals die Marke von 24.000 Punkten überschritten, auch wenn der Schlusskurs leicht darunter lag. Belastet wurde die Stimmung durch Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der China vorwarf, gegen Vereinbarungen im laufenden Handelsstreit verstoßen zu haben.

Die Zollpolitik der USA sorgt weiterhin für Unsicherheit. Nachdem ein US-Bundesgericht einen Großteil der Zölle für ungültig erklärt hatte, setzte ein Berufungsgericht die Entscheidung kurz vor US-Börsenschluss vorläufig aus. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange, wies darauf hin, dass das Berufungsgericht keine endgültige Entscheidung getroffen habe. Marktbeobachter halten es für möglich, dass am Ende der Oberste Gerichtshof der USA in dieser Sache entscheiden muss. Diese juristische Unsicherheit belastet die Märkte weiterhin.

In Deutschland blieb die Inflationsrate im Mai stabil bei 2,1 Prozent. Diese Entwicklung liegt knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. Experten gehen davon aus, dass die EZB bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche den Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte senken wird. In mehreren Ländern der Eurozone, darunter Spanien, Italien und Frankreich, ist die Inflation im Mai rückläufig gewesen. Die Kreditvergabe im Euroraum zog angesichts sinkender Zinsen an: An Unternehmen wurden 2,6 Prozent mehr Darlehen vergeben als im Vorjahr, an Privathaushalte 1,9 Prozent mehr.

Während sich in den USA die Inflation abschwächt, bleibt der private Konsum verhalten. Im April erhöhten die Bürger ihre Ausgaben nur um 0,2 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt ging im ersten Quartal um 0,2 Prozent zurück. In Deutschland verzeichnete der Einzelhandel im April einen Umsatzrückgang von 1,2 Prozent, inflationsbereinigt 1,1 Prozent. Allerdings wurde der März im Nachhinein nach oben korrigiert. Der Ölpreis gab erneut leicht nach. Die Opec+ plant laut Berichten eine Ausweitung der Förderung um mehr als 411.000 Barrel täglich.

Bei Thyssenkrupp warnt die IG Metall vor dem Abbau von mehr als 20.000 Arbeitsplätzen im Zuge der geplanten Umstrukturierung. Volkswagen führt direkte Gespräche mit der US-Regierung über eine Beilegung des Zollkonflikts. Der Brillenkonzern EssilorLuxottica übernimmt die Optegra-Augenkliniken in mehreren europäischen Ländern. Die kriselnde BayWa meldete für das erste Quartal einen Umsatzrückgang um neun Prozent. Der Solarhersteller Meyer Burger beendet seine Produktion in den USA. Der Laborausrüster Stratec legte gute Quartalszahlen vor. Roche präsentierte positive Studiendaten zum MS-Medikament Fenebrutinib.

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