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DAX trotzt Schwäche und setzt Aufwärtstrend fort

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DAX trotzt Schwäche und setzt Aufwärtstrend fort

Der deutsche Aktienindex DAX setzte seinen Aufwärtstrend fort und schloss bei 20.340 Punkten, was einem Plus von 0,62 Prozent entspricht. Damit rückt das Rekordhoch vom Dezember in greifbare Nähe, da der Abstand weniger als ein Prozent beträgt. Während des Handelstags erreichte der DAX ein Tageshoch von 20.391 Punkten. Bereits am Vortag hatte der Leitindex um 1,6 Prozent auf 20.216 Punkte zugelegt. Auch der MDAX zeigte Stärke und verzeichnete einen Anstieg um 0,43 Prozent, trotz belastender Inflationsdaten aus Europa und einer schwächelnden Wall Street.

Unter den DAX-Einzelwerten stachen Sartorius und Daimler Truck hervor, die jeweils etwa vier Prozent zulegten. Besonders Sartorius zeigte nach einem schwierigen Vorjahr mit erheblichen Verlusten Anzeichen einer Stabilisierung, unterstützt durch ein Sparprogramm. Am anderen Ende des Spektrums fanden sich Siemens Energy und Zalando, die unter Gewinnmitnahmen litten. Auch der Autozulieferer Continental gehörte zu den Verlierern. SAP erreichte ein neues Rekordhoch bei 244,45 Euro und schloss knapp darunter. Technologiewerte wie Infineon profitierten weiterhin von der KI-Begeisterung, die auch an der Wall Street für Auftrieb sorgte.

International bleibt die Handelspolitik der kommenden Trump-Administration ein zentrales Thema. Ein Bericht deutet darauf hin, dass geplante Zölle auf kritische Importe beschränkt bleiben könnten, was die Märkte positiv stimmte. Ein Dementi von Trump selbst änderte nichts an der optimistischen Grundstimmung. Marktbeobachter mahnten jedoch zur Vorsicht, da die endgültigen Auswirkungen unklar bleiben.

Die Inflationsentwicklung in Europa bereitet Sorgen. Im Dezember stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone um 2,4 Prozent, ein erneuter Anstieg nach 2,2 Prozent im November. Dies erschwert der Europäischen Zentralbank (EZB) ihren Kurs der Zinssenkungen, obwohl der Leitzins im vergangenen Jahr vier Mal gesenkt wurde. Auch in den USA dämpfen robuste Wirtschaftsdaten wie der ISM-Index der Dienstleister die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen. Die Gemeinschaftswährung Euro zeigte Schwäche und fiel auf 1,0368 Dollar.

In den USA setzten Gewinnmitnahmen insbesondere bei Technologiewerten ein, nachdem der ISM-Index besser als erwartet ausfiel. Die Nvidia-Aktie markierte ein neues Rekordhoch, fiel jedoch anschließend deutlich zurück. Auch Tesla verzeichnete Verluste nach einer gestrichenen Kaufempfehlung. Gleichzeitig kündigte Nvidia neue KI-Prozessoren an, während Meta sein Faktenprüfungsprogramm in den USA beendete.

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