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DAX trotzt geopolitischen Herausforderungen

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DAX trotzt geopolitischen Herausforderungen

Am Montag erlebte der deutsche Aktienmarkt erneut Aufregung um die Marke von 15.000 Punkten. Mit einem Stand von 15.237 Punkten bei Börsenschluss übertraf der DAX seinen Schlusswert vom Freitag um 0,3 Prozent. Die Investoren, die vor dem Wochenende aufgrund der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ihre Aktien verkauft hatten, sind erleichtert, dass es keine weitere Eskalation gab.

Die besondere Aufmerksamkeit der Experten richtet sich nun auf die mögliche Entwicklung. Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank stellt klar, dass solange die Unklarheit über eine Bodenoffensive der israelischen Armee besteht und wie die arabischen Staaten darauf reagieren könnten, es zu früh sei, von einem Ende der Risk-off-Phase auszugehen. Innerhalb einer Woche hat der DAX rund 400 Punkte verloren und schaffte es nicht, die 15.500- bis 15.600-Punkte-Marke zu überschreiten. Martin Utschneider von Finanzethos sieht immer noch einen übergeordneten Abwärtstrend seit Mitte September.

Trotz dieser Unsicherheiten reagiert das "Nervenbarometer der Börse", der VDax, erstaunlich gelassen. Obwohl der VDax seit Donnerstag um 30 Prozent angestiegen ist, zeigt ein Wert von knapp 21 eine relativ ruhige Marktverfassung. In Anbetracht der geopolitischen Lage sind Investoren weiterhin auf der Suche nach sicheren Anlagemöglichkeiten. Gold erfüllte diese Rolle und erreichte mit einem signifikanten Tagesanstieg von 65 Euro ein Niveau von 1932 Dollar pro Unze, was laut Alexander Zumpfe von Heraeus den höchsten Wert seit Juni 2016 darstellt.

Öl erlebte ebenfalls einen Preisanstieg, was angesichts der Bedeutung der arabischen Länder als bedeutende Ölproduzenten erwartet wurde. Der Brent-Preis notierte zwischenzeitlich über 90 Dollar pro Fass. Am Montag fiel der Preis jedoch leicht um ein Prozent auf 89,96 Dollar.

Das politische Geschehen in Polen beeinflusste den Zloty positiv. Nach der Parlamentswahl am Sonntag gewann der Zloty 1,8 Prozent gegenüber dem Euro. Ulrich Leuchtmann betont, dass dies nicht nur auf die mögliche Freigabe der EU-Mittel zurückzuführen ist, sondern auch auf die Befürchtungen bezüglich einer weiteren Legislaturperiode der Partei PiS.

In der Kryptowelt beflügelte die Hoffnung auf die Genehmigung des ersten Bitcoin-Spot-ETFs in den USA die Kryptowährung, die um mehr als vier Prozent auf etwa 28.110 Dollar stieg. Es bleibt abzuwarten, ob die SEC dem Grayscale-Antrag auf Einrichtung des ersten börsengehandelten Bitcoin-Spotfonds zustimmen wird. Die Zulassung könnte Investoren jedoch weiterhin Hoffnung auf zukünftige positive Entwicklungen im Krypto-Markt geben.

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