ANZEIGE

DAX tritt auf der Stelle nach Rekordhoch

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

2 Min
 DAX tritt auf der Stelle nach Rekordhoch

Der DAX hat zum letzten Wochenschluss eine Verschnaufpause eingelegt und blieb hinter neuen Höchstständen zurück. Der deutsche Leitindex bewegte sich in einer engen Spanne zwischen 24.214 und 24.340 Punkten und schloss leicht schwächer bei 24.304 Punkten. Damit liegt er weiterhin in Reichweite seines am Vortag erreichten Rekordhochs bei 24.479 Zählern. Auch der MDAX gab nach und fiel um 0,84 Prozent unter die Marke von 31.000 Punkten. Für den Pfingstmontag wird trotz geöffnetem Handel an der Frankfurter Börse mit geringeren Umsätzen gerechnet.

Angesichts des kräftigen Kursanstiegs von knapp 1,3 Prozent in der laufenden Woche mehren sich nun warnende Stimmen. Der DAX hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent zugelegt und damit weltweit viele Indizes übertroffen. Analysten wie Sören Hettler von der DZ Bank sehen den Index inzwischen im teuren Bereich und verweisen auf zunehmende Rückschlagrisiken, auch durch die wirtschaftspolitischen Entscheidungen des US-Präsidenten Donald Trump. Bundesagentur-Chefin Andrea Nahles warnte derweil vor massiven Arbeitsplatzverlusten in Deutschland infolge der US-Zollpolitik. Sie erwartet, dass rund 90.000 Jobs binnen eines Jahres wegfallen könnten.

In den USA sorgt aktuell der öffentliche Streit zwischen Präsident Trump und Elon Musk für Verunsicherung. Trump drohte, Subventionen und Regierungsaufträge für Musks Unternehmen zu streichen. Die Tesla-Aktie verlor daraufhin rund 14 Prozent an Wert, was einem historischen Verlust von über 150 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung entspricht. Heute konnte sich die Aktie um etwa fünf Prozent erholen. Der Kurssturz belastete auch die US-Indizes S&P 500, Nasdaq 100 und Nasdaq Composite.

Die Wall Street startete mit Gewinnen in den Handelstag. Der Dow Jones legte um rund 0,8 Prozent zu. Neue Impulse kamen vom US-Arbeitsmarktbericht, der mit 139.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft leicht über den Erwartungen lag. Allerdings wurden die Vormonate deutlich nach unten revidiert. Die Federal Reserve sieht derzeit keine Basis für Leitzinssenkungen. Der Leitzins liegt weiterhin zwischen 4,25 und 4,50 Prozent.

Der Euro geriet zum Dollar unter Druck und notierte zuletzt bei 1,1401 Dollar. Schwache deutsche Konjunkturdaten und die Aussicht auf stabile US-Zinsen belasteten zusätzlich. Auf Unternehmensebene rutschte Rheinmetall im DAX ans Ende, während im MDAX Renk und Hensoldt nach Analystenherabstufungen deutlich verloren. Fraport hingegen erreichte ein Drei-Jahres-Hoch. In den USA gab Broadcom nach starkem Lauf trotz guter Prognose nach. Delta Air Lines warnte vor negativen Folgen neuer US-Zölle auf Flugzeuge.

MarktberichteAktienmarktBörseDAXMDAXNasdaqDow JonesÖlEuro

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer