DAX strebt nach Rekordhoch
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Der deutsche Aktienindex DAX hat am gestrigen Feiertag eine neue Jahresbestmarke erreicht und befindet sich bereits auf dem Weg zu seinem nächsten Ziel. Die Anleger, die den Handel an der Frankfurter Börse während des Feiertags nicht verfolgt haben, dürften heute überrascht sein. Zum Wochenschluss verzeichnet der DAX einen deutlichen Anstieg. Der Broker IG taxiert die 40 deutschen Standardwerte derzeit bei 16.230 Punkten, was einem Plus von 0,4 Prozent im Vergleich zum gestrigen Xetra-Schlusskurs entspricht.
Der Aufschwung des deutschen Börsenbarometers im Feiertagshandel wurde durch Anzeichen einer bevorstehenden Einigung der USA über die Anhebung der Schuldenobergrenze begünstigt. Am Christi Himmelfahrtstag stieg der DAX um 1,3 Prozent auf 16.163 Punkte.
Im Laufe des Handelstages erreichte der deutsche Leitindex bei 16.230 Punkten einen neuen Jahresrekord. Der DAX notierte zuletzt im Januar 2022 auf diesem Niveau. Nun fehlt nicht mehr viel, um das Rekordhoch aus dem Jahr 2021 bei 16.290 Punkten zu erreichen.
Die Hoffnung auf eine positive Lösung im Streit um die Schuldenobergrenze in den Vereinigten Staaten hat auch an der Wall Street für Auftrieb gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher bei 33.535 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gewann 1,5 Prozent und erreichte 12.688 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,9 Prozent auf 4198 Punkte zu.
Sowohl Präsident Joe Biden als auch der führende Kongressabgeordnete Kevin McCarthy haben ihre Entschlossenheit bekräftigt, eine rasche Einigung zur Anhebung der Schuldenobergrenze zu erzielen und einen Zahlungsausfall zu verhindern.
Die positiven Vorgaben von der Wall Street haben auch den Nikkei-Index an der Tokioter Börse zu weiteren Gewinnen verholfen. Kurz vor Handelsschluss liegt der 225 Werte umfassende Index um 0,8 Prozent höher. Auf den chinesischen Handelsplätzen herrscht hingegen eine eher verhaltene Stimmung, da Bedenken über die schwächelnde Erholung der chinesischen Wirtschaft die Kauflaune dämpfen. Die Börse in Shanghai notiert 0,1 Prozent im Plus, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,2 Prozent steigt.
Die wachsende Hoffnung auf eine Lösung im US-Schuldenstreit führt zu einer verstärkten Nachfrage nach dem US-Dollar. Infolgedessen fällt der Euro im asiatischen Devisenhandel um 0,1 Prozent auf 1,0763 Dollar. Zum Vergleich: Anfang Mai musste für einen Euro noch rund 1,10 Dollar gezahlt werden.
