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DAX steigt über 18.000 Punkte nach US-Daten

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DAX steigt über 18.000 Punkte nach US-Daten

Die Veröffentlichung robuster US-Einzelhandelsumsätze hat gestern zu einer spürbaren Euphorie an den Finanzmärkten geführt. Der DAX, der bereits in den letzten Tagen von positiven US-Preis- und Inflationsdaten profitierte, legte im Zuge eines ebenfalls steigenden Wall Street erheblich zu. Im Juli stiegen die Einzelhandelsumsätze in den USA um ein Prozent, was dreimal höher war als erwartet und die Rezessionsängste deutlich milderte. Dies führte zu Spekulationen über eine mögliche moderate Zinssenkung durch die Federal Reserve bei ihrer nächsten Sitzung im September. Investoren richten nun ihre Aufmerksamkeit auf das bevorstehende Notenbank-Symposium in Jackson Hole, das am 22. August beginnt und traditionell als Plattform für wichtige geldpolitische Signale dient. Die positive Entwicklung der US-Wirtschaft beflügelte auch die europäischen Märkte, was sich in deutlichen Kursgewinnen widerspiegelte.

Am gestrigen Nachmittag durchbrach der DAX die Marke von 18.000 Punkten und erreichte in der Spitze 18.198 Zähler. Zum Handelsschluss notierte der Index bei 18.183 Punkten, was einem Anstieg von 1,66 Prozent entspricht. Auch der EuroStoxx 50 und der MDAX verzeichneten Zugewinne. Diese Entwicklung erfolgte trotz pessimistischer Konjunkturprognosen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), das die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den kommenden Monaten auf knapp 50 Prozent beziffert. Die vorgestrigen Kursgewinne wurden maßgeblich von Unternehmen wie Infineon und Deutsche Bank getragen, während defensive Aktien wie Eon und Henkel eher schwächer abschnitten. Die Aktie der Deutschen Telekom erreichte am Vormittag ein Mehrjahreshoch von 25,08 Euro, bevor sie leicht auf 25,00 Euro zurückging.

Auch in den USA zeigten sich die Märkte nach der Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze in guter Verfassung. Alle großen US-Indizes, darunter der Dow Jones, Nasdaq und S&P 500, konnten ihre Gewinne im Laufe des Tages ausbauen. Der Einzelhandelsriese Walmart meldete starke Quartalszahlen und hob seine Prognose für 2024 erneut an. Dies beflügelte die Aktie des Unternehmens, die um rund 6,5 Prozent zulegte. Der Euro geriet nach den US-Daten unter Druck, konnte jedoch seine Verluste am Nachmittag etwas eingrenzen. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA gingen überraschend zurück, was die positive Stimmung an den Märkten weiter unterstützte.

Unterdessen geriet der BayWa-Konzern in finanzielle Schwierigkeiten und wurde durch ein Hilfspaket von Gläubigerbanken und Hauptaktionären unterstützt. Der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich steigern, während der Fotodienstleister Cewe seinen Quartalsverlust verringerte. T-Mobile US wurde aufgrund von Datenschutzproblemen zu einer Rekordstrafe verurteilt, während Cisco und Lenovo von einem Boom in der Künstlichen Intelligenz profitierten.

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