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DAX steigt trotz Zollsorgen mit deutlichem Plus

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DAX steigt trotz Zollsorgen mit deutlichem Plus

Trotz der erwarteten Belastungen durch das neue Zollabkommen zwischen der EU und den USA haben die Anleger an den deutschen Börsen am Dienstag Zuversicht gezeigt. Der DAX konnte deutlich zulegen und schloss mit einem Plus von 1,03 Prozent bei 24.217 Punkten. Noch am Vortag war der deutsche Leitindex knapp unter der Marke von 24.000 Punkten aus dem Handel gegangen. Der MDAX legte um 0,47 Prozent zu.

Anleger begrüßten die neue Planungssicherheit, die mit dem Ende der langwierigen Verhandlungen über das Zollabkommen einhergeht – auch wenn Experten mit erheblichen Nachteilen für die exportorientierte deutsche Wirtschaft rechnen. Nach Einschätzung von Marktanalysten könnte die psychologische Marke von 24.000 Punkten nun zu einer wichtigen Unterstützung für den DAX werden. Sollte sie jedoch wieder unterschritten werden, droht ein Rückfall mit stärkeren Kursverlusten.

Unter den Einzelwerten im DAX standen MTU Aero Engines und Rheinmetall im Fokus. Die Aktien von MTU gewannen 3,4 Prozent, nachdem JPMorgan seine Gewinnprognosen für das Unternehmen bis 2030 angehoben hatte. Rheinmetall legte um rund 3,5 Prozent zu und war damit Tagessieger. Dagegen gerieten BASF und Porsche erneut unter Druck, da sie als Verlierer des neuen Zollabkommens gelten. Am DAX-Ende rangierten die Aktien der Deutschen Post, belastet durch schwache Zahlen des US-Konkurrenten UPS.

An der Wall Street kehrte sich die positive Tendenz im Tagesverlauf ins Gegenteil. Die großen US-Indizes rutschten ins Minus, obwohl S&P 500 und Nasdaq zu Handelsbeginn noch Rekordstände markierten. Der Dow Jones gab rund 0,4 Prozent nach. Schwache Unternehmensbilanzen sowie ein gedämpftes Verbrauchervertrauen belasteten die Stimmung. Beobachter warten nun auf Zahlen der großen US-Techkonzerne sowie den Zinsentscheid der Federal Reserve am Mittwoch.

Der Euro setzte seine Verluste im Zuge des transatlantischen Zollabkommens fort und notierte zuletzt bei 1,1544 US-Dollar. Analysten verweisen auf die aus ihrer Sicht einseitige Ausgestaltung des Abkommens zugunsten der USA. In den USA zeigte sich das Verbrauchervertrauen im Juli zwar erholt, blieb aber unter dem Niveau des Vorjahres.

Während Boeing dank höherer Auslieferungszahlen die Verluste eindämmen konnte, enttäuschten UPS und Merck & Co. mit ihren Quartalszahlen. Bei UPS fehlte weiterhin ein Jahresausblick, Merck kündigte ein Sparprogramm an. Spotify musste einen Kurssturz hinnehmen, nachdem der Streaminganbieter erneut Verluste meldete.

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