ANZEIGE

DAX steigt mit Rückenwind von der Wall Street

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

2 Min
DAX steigt mit Rückenwind von der Wall Street

Eine freundliche Wall Street und neue Fantasie rund um Künstliche Intelligenz haben dem deutschen Aktienmarkt am Donnerstag neuen Schwung verliehen. Der DAX legte im späten Handel um 0,6 Prozent zu und schloss bei 23.649 Punkten. Zuvor hatte der Index im Tagesverlauf zwischen einem Tief von 23.549 und einem Hoch von 23.710 Punkten geschwankt. Auch der MDAX stieg um 0,6 Prozent auf 30.100 Punkte. Stützend wirkte vor allem der anhaltende Waffenstillstand zwischen Israel und dem Iran, der geopolitische Risiken vorerst reduziert.

Die gute Stimmung könnte jedoch bald getrübt werden. Marktteilnehmer richten ihren Blick zunehmend auf den 9. Juli, an dem die Schonfrist für mögliche US-Zölle gegenüber der EU endet. Bislang gibt es keine nennenswerten Fortschritte in den Verhandlungen. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Bundeskanzler Friedrich Merz äußerten sich zuletzt unzufrieden über den bisherigen Verlauf der Gespräche. Marktexperten warnen, dass langfristig mit US-Zöllen zwischen zehn und zwanzig Prozent gerechnet werden müsse.

An der Wall Street setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Der Dow Jones legte zur Mittagszeit um über 0,7 Prozent zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete ein neues Rekordhoch, der Nasdaq 100 kletterte auf 22.407 Punkte. Auch der S&P 500 notierte mit 6.132 Punkten nahe seiner bisherigen Bestmarke. Erneut beflügelt wurde der Markt durch starke Kursgewinne bei Nvidia, dessen Aktie auf bis zu 156,72 Dollar stieg. Auch Micron profitierte von der KI-Euphorie, gab jedoch nach einem kurzen Anstieg wieder nach.

Wichtige US-Konjunkturdaten zeigten ein gemischtes Bild. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im ersten Quartal um annualisiert 0,5 Prozent – mehr als zunächst angenommen. Zugleich sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich auf 236.000. Diese Entwicklung wurde an den Märkten als Zeichen eines weiterhin robusten Arbeitsmarkts gewertet. Zugleich halten sich Spekulationen, dass Donald Trump bereits vorzeitig über eine Nachfolge für Notenbankchef Jerome Powell entscheiden könnte. Dies schürte Erwartungen früherer Zinssenkungen, was die Renditen am Anleihemarkt drückte.

Im Devisenhandel legte der Euro auf zeitweise 1,1742 Dollar zu und erreichte damit den höchsten Stand seit September 2021. Am Aktienmarkt standen insbesondere Rüstungswerte wie Rheinmetall mit einem Plus von über sieben Prozent im Fokus. Dagegen gerieten Autoaktien und Adidas unter Druck – aus Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen neuer US-Zölle.

MarktberichteAktienmarktBörseDAXNasdaqDow JonesÖlEuro

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer