DAX steigt deutlich wegen Hoffnung auf Ukraine-Gipfel
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Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs hat den deutschen Aktienmarkt beflügelt. Der DAX durchbrach im gestrigen Tagesverlauf deutlich die Marke von 24.000 Punkten und schloss mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 24.192 Zählern. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war die Ankündigung eines geplanten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Ziel ist es, durch direkte Gespräche eine Grundlage für einen Waffenstillstand zu schaffen. In einem zweiten Schritt soll auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingebunden werden.
Neben geopolitischen Entwicklungen stand auch die laufende Berichtssaison im Fokus. Der Versicherungskonzern Allianz überzeugte mit einem kräftigen Gewinnplus im zweiten Quartal und bestätigte seine Jahresziele. Die Aktie gehörte mit einem Kursgewinn von über vier Prozent zu den stärksten Titeln im DAX. Weniger erfreulich verlief der Tag für Rheinmetall: Trotz wachsendem Rüstungsgeschäft und einem Rekordumsatz bei Munition reagierten Anleger enttäuscht auf das verlangsamte Wachstum im zweiten Quartal – die Aktie verlor rund acht Prozent.
Auch international zeigte sich die Börse freundlich. In den USA stieg der Technologieindex Nasdaq um 1,1 Prozent auf 21.400 Punkte, getragen von Zinssenkungshoffnungen und angekündigten Ausnahmen bei geplanten 100-Prozent-Zöllen auf Halbleiter. Präsident Trump stellte in Aussicht, dass diese umgangen werden könnten, wenn Unternehmen verstärkt in den USA investieren oder mit dem Bau von Fabriken beginnen. Der Dow Jones legte um 0,4 Prozent zu, der S&P 500 um 0,6 Prozent.
Positive Impulse kamen auch von der US-Notenbank. Fed-Vertreter Neel Kashkari stellte für die kommenden Monate Zinssenkungen in Aussicht. Ein weiterer Grund für Spekulationen auf eine Lockerung der Geldpolitik war der Anstieg bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die auf 226.000 kletterten. Die Bank of England senkte unterdessen bereits den Leitzins um einen Viertelpunkt auf vier Prozent.
Auf Unternehmensebene sorgten mehrere Meldungen für Bewegung. Die Deutsche Telekom hob erneut ihre Jahresziele an. Siemens meldete stabile Zahlen mit deutlichem Auftragseingang. Adidas kündigte den Ausstieg aus der Tarifbindung an. Der US-Konzern Lyten will die verbliebenen Standorte des insolventen Batterieherstellers Northvolt übernehmen. Zudem kündigten Uniper und Knorr Bremse Stellenstreichungen an.
