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DAX steigt deutlich nach Trumps Kurswechsel

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 DAX steigt deutlich nach Trumps Kurswechsel

Die internationalen Finanzmärkte haben sich zur Wochenmitte deutlich erholt. Der deutsche Leitindex DAX legte um 3,1 Prozent auf 21.961 Punkte zu. Im gestrigen Tagesverlauf testete er zeitweise die Marke von 22.000 Punkten. Damit setzte sich die Erholungsbewegung nach dem Einbruch Anfang April fort. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren politische Signale aus den USA. Präsident Donald Trump kündigte an, den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell nicht entlassen zu wollen, und stellte China niedrigere Zölle in Aussicht. Die chinesische Regierung signalisierte daraufhin Gesprächsbereitschaft.

Anleger und Marktbeobachter werteten Trumps Aussagen als Reaktion auf die zuletzt stark schwankenden Börsenkurse. Die Wall Street reagierte ebenfalls positiv. Der Dow-Jones-Index überschritt zwischenzeitlich die Marke von 40.000 Punkten, notierte zuletzt jedoch leicht darunter mit einem Plus von 1,3 Prozent. Der Nasdaq 100 legte rund zwei Prozent zu. Berichten zufolge könnten die US-Zölle auf chinesische Waren von derzeit über 100 Prozent auf 50 bis 65 Prozent gesenkt werden. US-Finanzminister Scott Bessent stellte jedoch klar, dass keine einseitigen Angebote gemacht würden.

Trotz der positiven Marktbewegungen bleibt das Vertrauen in die wirtschaftspolitische Linie der US-Regierung belastet. Experten verweisen auf die hohe Volatilität in Trumps Amtsführung. Zudem fällt seine bisherige Bilanz an den US-Börsen schwach aus: Der S&P 500 verlor in den ersten 100 Tagen seiner zweiten Amtszeit rund 14 Prozent. Zum Vergleich: Unter Präsident Biden hatte der Index im selben Zeitraum über zehn Prozent zugelegt. Ein wesentlicher Faktor für die schwache Entwicklung ist laut Experten der Vertrauensverlust an den internationalen Finanzmärkten.

Aus Deutschland kamen unterdessen schwächere Konjunkturdaten. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft sank im April auf 49,7 Punkte und damit unter die wichtige Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf eine Rückkehr der deutschen Wirtschaft in den rezessiven Bereich hin. Der Euro konnte sich am Abend nur noch leicht über 1,13 US-Dollar behaupten.

Bei den Rohstoffen gaben die Ölpreise nach. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 2,6 Prozent auf 65,58 Dollar je Barrel. Die Goldpreise sanken ebenfalls deutlich. Der Preis für eine Feinunze fiel um 1,47 Prozent auf 3.287 Dollar. Die Investmentbank JPMorgan rechnet jedoch mit einem weiteren Anstieg des Goldpreises im kommenden Jahr.

Im Technologiesektor fiel Intel mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen auf. Das Unternehmen plant offenbar den Abbau von über 20 Prozent der Belegschaft. Auch Tesla stand im Fokus: Nach einem Gewinneinbruch kündigte Elon Musk an, sich wieder stärker dem Unternehmen zuzuwenden. Die SAP-Aktie verzeichnete nach positiven Quartalszahlen einen deutlichen Kurssprung.

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