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DAX steigt auf neues Rekordhoch

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DAX steigt auf neues Rekordhoch

Die Aktienmärkte in Deutschland haben ihre positive Entwicklung zum Wochenstart fortgesetzt. Der DAX legte um 1,26 Prozent zu und erreichte im gestrigen Tagesverlauf mit 22.803 Punkten ein neues Rekordhoch. Der Schlussstand lag mit 22.798 Zählern nur knapp darunter. Auch der MDAX der mittelgroßen Unternehmen verzeichnete ein deutliches Plus von 1,79 Prozent und schloss bei 28.154 Punkten. Nach einer kurzen Verschnaufpause am Freitag griffen die Anleger wieder verstärkt zu, während das geopolitische Umfeld nach der Münchner Sicherheitskonferenz die Märkte beeinflusste.

Besonders stark gefragt waren Rüstungsaktien, angeführt von Rheinmetall. Das Papier verzeichnete einen Anstieg von mehr als 14 Prozent und führte damit die Gewinnerliste im DAX klar an. Hintergrund sind die steigenden Verteidigungsausgaben, auf die sich Europa nach den jüngsten Entwicklungen einstellen muss. Ökonomen gehen davon aus, dass diese Ausgaben vor allem durch neue Schulden finanziert werden könnten. Äußerungen von US-Vizepräsident J.D. Vance sowie der Ausschluss Europas von den amerikanisch-russischen Verhandlungen zur Ukraine haben den Druck auf die europäischen Staaten erhöht. In Paris beraten europäische Politiker über die zukünftige Sicherheitsstrategie.

Die Diskussionen um die Finanzierung höherer Verteidigungsausgaben wirkten sich auch auf den Rentenmarkt aus. Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen stiegen auf 2,48 Prozent. Die Zinsentwicklung hatte ebenfalls spürbare Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Bankaktien profitierten von den gestiegenen Zinsen, während Immobilienwerte unter Druck gerieten. Banken wie die Deutsche Bank sowie Versicherer verzeichneten Kursgewinne. Vonovia, der einzige Immobilienkonzern im DAX, gehörte hingegen zu den Verlierern. Auch im MDAX gaben Immobilienwerte nach.

Thyssenkrupp zählte mit einem Kursanstieg von knapp 20 Prozent zu den größten Gewinnern im MDAX. Eine positive Analystenbewertung der Bank of America zu einem möglichen Börsengang der Schiffbausparte sorgte für Optimismus. Auch der Rüstungselektronikhersteller Hensoldt konnte zulegen. Der Chemiekonzern BASF gab bekannt, sein Geschäft mit Bautenanstrichmitteln in Brasilien für 1,15 Milliarden Dollar an Sherwin-Williams zu verkaufen. Delivery Hero startete ein Rückkaufangebot für Wandelschuldverschreibungen im Umfang von einer Milliarde Euro.

Die US-Börsen blieben aufgrund des Feiertags "Presidents' Day" geschlossen. Der Eurokurs gab leicht nach und notierte am Nachmittag bei 1,0478 Dollar. Am Rohölmarkt bewegten sich die Preise nur wenig, während die Aufmerksamkeit auf mögliche Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gerichtet war. Die BVB-Aktie verlor 4,3 Prozent, nachdem Borussia Dortmund in der Bundesliga erneut eine Niederlage einstecken musste.

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