DAX startet schwach in die Woche
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Der deutsche Leitindex DAX startete schwach in die Woche und fand keine klare Richtung. Nach der Rede des US-Notenbankchefs Jerome Powell am Freitag, in der Zinssenkungen in Aussicht gestellt wurden, fehlten dem Markt frische Impulse. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex, der im August leicht auf 86,6 Punkte sank und damit das dritte Mal in Folge zurückging, konnte die Anleger nicht positiv stimmen. Der DAX bewegte sich in einer engen Handelsspanne zwischen 18.554 und 18.638 Punkten und schloss mit einem minimalen Minus von 0,1 Prozent bei 18.617 Punkten. Damit kehrte der Index auf ein Niveau zurück, das er zu Beginn des Monats bereits hatte, bevor er zeitweise auf fast 17.000 Punkte fiel und sich anschließend wieder erholte.
Auch andere Indizes wie der MDAX, der ebenfalls 0,1 Prozent verlor, und die US-amerikanischen Märkte blieben uneinheitlich. Der Dow Jones verzeichnete zu Beginn der Woche zunächst Gewinne, die jedoch wieder abgegeben wurden. Im weiteren Verlauf verloren auch der Nasdaq-Index und der S&P-500 an Wert. Die Märkte in den USA waren stark von der Erwartungshaltung gegenüber der weiteren Entwicklung des Zinszyklus beeinflusst, was auch die Analysten von Piper Sandler thematisierten. Sie warnten vor einer zu starken Lockerung der Geldpolitik, die die Inflation anheizen könnte, wie es in den späten 1960er Jahren der Fall war.
Auf dem Ölmarkt führte die Eskalation im Nahen Osten zu einem Preisanstieg. Die Nordsee-Rohölsorte Brent verteuerte sich um über zwei Prozent und überschritt die Marke von 80 Dollar pro Fass. Diese Entwicklung ist auf die geopolitischen Spannungen zwischen Israel und der radikal-islamischen Hisbollah zurückzuführen, die die Märkte beunruhigen und die Angst vor Lieferengpässen schüren. Analysten warnten vor der anhaltenden Volatilität am Ölmarkt, die durch das Zusammenspiel von Nachfragesorgen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt sei.
Auf dem Immobilienmarkt stiegen die Aktien von Vonovia im DAX an die Spitze, unterstützt durch Berichte über den bevorstehenden Verkauf des Pflegebereichs des Unternehmens sowie die Aussicht auf fallende Zinsen. Auch im MDAX und SDAX waren Immobilienaktien gefragt, was die Bedeutung der Zinserwartungen für diesen Sektor unterstreicht.
Der Euro zeigte im Handel eine Gegenreaktion auf die jüngsten starken Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar und notierte zuletzt bei 1,1168 Dollar. Der Goldpreis blieb weiterhin stark und notierte knapp unter seinem Rekordhoch, begünstigt durch die Erwartung sinkender Zinsen.
