DAX startet mit Zuversicht und Wall-Street-Rückenwind
Hoffnung auf Nahost-Entspannung und fallende Ölpreise treiben die Märkte an

Der DAX startete erfolgreich in die Woche und schloss mit einem Plus von 0,35 Prozent bei 19.531 Punkten, gestützt durch eine positive Wall Street und Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten. Der MDAX stieg ebenfalls um 0,33 Prozent auf 27.348 Punkte. Nachdem der DAX tagsüber Schwankungen durchlief, legte er am Nachmittag nach der Wall-Street-Eröffnung erneut zu. Trotz der geopolitischen Spannungen und der bevorstehenden US-Wahlen bleibt der Index in Reichweite seines Rekordhochs von 19.674 Punkten, doch Anleger bleiben vorsichtig.
Parallel dazu fielen die Ölpreise um mehr als fünf Prozent. Marktbeobachter führen dies auf die Anspannung zwischen Israel und dem Iran zurück. Israels gezielter Angriff verschonte Energieanlagen, was die Sorgen um eine Eskalation abschwächte. Irans Führer Ajatollah Chamenei rief zu besonnenem Handeln auf, während die Ölindustrie normal weiterarbeitet.
Die nahenden US-Wahlen halten die Wall Street weiter in Atem. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Donald Trump und Kamala Harris lässt Anleger vorsichtig agieren. Die Renditen von Staatsanleihen stiegen im Vorfeld leicht an, die Aktienmärkte zeigten sich jedoch freundlich. An den US-Börsen sorgte auch der sinkende Ölpreis für Auftrieb, wobei alle großen Indizes im Plus lagen. Außerdem rücken die anstehenden Quartalsberichte der Tech-Giganten <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, Meta, Microsoft, Apple und Amazon in den Fokus der Investoren.
Infolge des Ölpreisverfalls konnten Fluggesellschaften wie American Airlines und Lufthansa deutliche Kursgewinne verzeichnen. Im Gegensatz dazu gerieten die Aktien von Ölproduzenten wie Exxon Mobil und Chevron unter Druck. Gleichzeitig verlor der Yen aufgrund politischer Unsicherheiten in Japan gegenüber dem US-Dollar an Wert. Japans Premierminister Shigeru Ishiba steht nach einem Wahldebakel unter Druck, was die Chancen auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan schwinden lässt.
Im DAX geriet Volkswagen mit einem Kursrückgang von 0,8 Prozent in den Fokus. Der Betriebsrat kündigte an, dass der Konzern mindestens drei Werke in Deutschland schließen und erhebliche Arbeitsplatzkürzungen vornehmen will. Zudem gab es Spannungen zwischen dem Betriebsrat und dem Management, da VW Lohnkürzungen fordert.
Die Aktien von Siemens Healthineers wurden durch den gesenkten Umsatzausblick von Philips belastet, während Porsche aufgrund enttäuschender Barmittelzuflüsse an Wert verlor. Bei der Commerzbank hingegen führte der Einstieg des Hedgefonds D.E. Shaw zu Aufwind, da spekulative Übernahmefantasien die Aktie stützen.
