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DAX startet kraftvoll ins vierte Quartal

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DAX startet kraftvoll ins vierte Quartal

Der deutsche Leitindex hat einen kraftvollen Start in das vierte Quartal hingelegt und damit die Schwächephase des Vormonats hinter sich gelassen. Nach mehreren Wochen unterhalb der Marke von 24.000 Punkten gelang dem DAX am ersten Handelstag im Oktober ein deutlicher Sprung darüber. Der Index schloss 0,98 Prozent fester bei 24.113 Punkten. Damit keimt am Markt die Hoffnung, dass der DAX an die starke Entwicklung der ersten Jahreshälfte anknüpfen kann. Rückenwind kommt aus saisonaler Sicht, denn das vierte Quartal gehört traditionell zu den besten Börsenphasen. Im Juli war ein Rekordhoch von 24.639 Punkten markiert worden.

Der Aufschwung wurde auch durch den positiven Monatsauftakt angetrieben, der häufig für zusätzliche Kaufimpulse sorgt. Internationale Märkte trugen ebenfalls zur guten Stimmung bei. In den USA blickten Investoren trotz des Regierungsstillstands gelassener auf die Lage. Der Dow Jones drehte nach einem schwachen Start ins Plus, und auch Technologiewerte erholten sich. Der sogenannte Shutdown hatte am Wochenende begonnen, nachdem im Senat kein Übergangshaushalt beschlossen werden konnte. Es ist bereits der 15. teilweise Stillstand der US-Regierung seit 1981. Die Folgen für die Wirtschaft sind umstritten, die meisten Analysten erwarten jedoch, dass ein kurzer Stillstand keine langfristigen Schäden verursacht.

Die Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten fielen gemischt aus. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg leicht auf 49,1 Punkte, liegt aber weiterhin unter der Wachstumsschwelle. Am Arbeitsmarkt wurden in der Privatwirtschaft 32.000 Stellen abgebaut, deutlich weniger als erwartet. Wegen des Shutdowns dürfte der offizielle US-Arbeitsmarktbericht nicht wie geplant erscheinen. Unterdessen stoppte der Oberste Gerichtshof die Entlassung der Fed-Direktorin Lisa Cook durch Präsident Trump vorläufig.

An den Rohstoffmärkten setzten sich gegensätzliche Trends fort. Der Goldpreis kletterte zum dritten Mal in Folge auf ein Rekordhoch von 3.895,09 Dollar je Feinunze und liegt seit Jahresbeginn rund 50 Prozent im Plus. Öl verbilligte sich weiter auf 65,36 Dollar je Barrel, belastet durch gestiegene US-Reserven und mögliche OPEC+-Förderausweitungen.

Unternehmensnachrichten sorgten ebenfalls für Bewegung. Eine Vereinbarung zwischen Pfizer und der US-Regierung über Medikamentenpreise beflügelte Pharmatitel weltweit. Merck legte im DAX zweistellig zu, Sartorius im MDAX über acht Prozent. Lufthansa-Passagiere können vorerst aufatmen: Nach einer Urabstimmung für mögliche Streiks verzichtet die Pilotengewerkschaft vorläufig auf Arbeitsniederlegungen. Daimler Truck kündigte den Bau eigener Schnellladesäulen für E-Busse an, BMW plant den Anschluss seines Leipziger Werks an ein Wasserstoffnetz. Nike überraschte mit stabilisierten Umsätzen, während die EU-Kommission bei Sanofi wegen mutmaßlicher Wettbewerbsverstöße ermittelt.

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