DAX stagniert vor Fed-Entscheidung
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der deutsche Aktienmarkt hat den Handel am Freitag mit nur geringen Veränderungen beendet. Der DAX bewegte sich in einer engen Spanne und schloss mit einem minimalen Plus von 0,13 Prozent bei 24.239 Punkten. Nach einem Wochengewinn von 1,7 Prozent blieb damit weiteres Aufwärtspotenzial vorerst aus. Während der MDAX mit einem Zuwachs von 0,94 Prozent auf 30.291 Punkte etwas stärker zulegte, fehlten dem Leitindex neue Impulse. Die Bandbreite des Handels lag zwischen 24.145 und 24.275 Punkten.
In den USA stützten neue Inflationsdaten die Erwartung einer baldigen Zinssenkung der Notenbank. Die Teuerungsrate stieg im September auf 3,0 Prozent, etwas weniger als von Ökonomen prognostiziert. Die Kerninflation lag ebenfalls bei 3,0 Prozent. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die US-Notenbank bei ihrer Sitzung in dieser Woche die Leitzinsen um 25 Basispunkte senken wird. Fachleute verweisen auf den zuletzt schwächer werdenden Arbeitsmarkt und eine insgesamt gedämpfte Preisentwicklung.
An der Wall Street setzte sich der Aufwärtstrend fort. Alle großen Indizes markierten neue Rekorde. Der Dow Jones stieg um 1,2 Prozent auf 27.326 Punkte, während S&P 500 und Nasdaq zwischen 1,0 und 1,3 Prozent zulegten. Besonders die Aktie von Intel sorgte zu Beginn für Bewegung, nachdem der Chipkonzern einen positiven Ausblick für die kommenden Quartale gab. Zwischenzeitliche Kursgewinne von über sechs Prozent konnten allerdings nicht vollständig gehalten werden.
In Deutschland zählten Siemens Energy und Heidelberg Materials zu den größten Gewinnern im DAX. Dagegen gab es bei SAP leichte Verluste, nachdem die Aktie bereits am Vortag starke Schwankungen gezeigt hatte. Der Euro legte nach den US-Daten leicht zu und wurde zuletzt mit 1,1631 Dollar gehandelt. Unterstützt wurde die Gemeinschaftswährung durch besser als erwartet ausgefallene europäische Einkaufsmanagerdaten.
Die Ölpreise drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Neue US-Sanktionen gegen die russischen Energiekonzerne Rosneft und Lukoil führten zu einem Preisanstieg um rund 1,1 Prozent auf 66,65 Dollar pro Barrel Brent. Gleichzeitig trübte sich das Konsumklima in den USA ein, während in Deutschland Konzerne wie Volkswagen, Porsche und Rheinmetall mit Unternehmensnachrichten für Aufmerksamkeit sorgten. Porsche meldete im dritten Quartal einen Betriebsverlust von fast einer Milliarde Euro, während bei Lufthansa nach gescheiterten Gesprächen Streiks der Piloten drohen. Rheinmetall könnte künftig Satelliten an die Bundeswehr liefern, Hensoldt rechnet mit einem deutlichen Auftragszuwachs.
