DAX stabilisiert sich nach Börsenbeben
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Der DAX konnte sich nach dem jüngsten Börsenbeben stabilisieren, verzeichnete jedoch nur ein geringes Plus. Das als "Turnaround Tuesday" bekannte Phänomen, bei dem sich Aktienmärkte nach Kursverlusten am Freitag und einem „Panic Monday“ am Dienstag erholen, schlug sich im DAX nur wenig nieder. Der DAX legte nach einer wechselhaften Sitzung nur 0,1 Prozent zu und schloss bei 17.354 Punkten. Die Marktteilnehmer bleiben nach einem Einbruch des DAX um fast 1.500 Punkte in nur drei Tagen weiterhin verunsichert. Vorgestern erreichte der DAX den tiefsten Stand seit Februar, konnte das Minus bis Handelsschluss jedoch auf 1,82 Prozent eindämmen und schloss bei 17.339 Punkten.
An der Wall Street hingegen erholten sich die Kurse deutlich stärker. Der Dow Jones legte knapp ein Prozent zu, nachdem er vorgestern mit einem Minus von 2,6 Prozent aus dem Handel gegangen war. Der S&P 500 verlor 3,0 Prozent und der Nasdaq büßte 3,4 Prozent ein. Besonders die Technologietitel konnten sich stark erholen, wobei der Nasdaq 100 seinen Tagesgewinn auf über ein Prozent ausbaute. Stützend wirkten aktuelle Konjunkturdaten, die ein Wachstum der US-Exporte und Importe im Juni zeigen. Die Handelsbilanz wies jedoch erneut ein großes Minus aus, da die Importe die Exporte um 73,1 Milliarden Dollar übertrafen.
In Japan legte der Nikkei-Index einen Rekordsprung hin, nachdem er am Montag den größten Tagesverlust seit dem Schwarzen Montag 1987 verzeichnet hatte. Rezessionsängste in den USA und Sorgen um Yen-finanzierte Investitionen führten zu einem Kurseinbruch von 12,4 Prozent. Am Dienstag folgte ein ähnlich steiler Anstieg um mehr als zehn Prozent, wobei besonders Technologieaktien sich erholten.
Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht hatte vor dem Wochenende die Furcht vor einer Rezession in den USA befeuert und die Aktienkurse auf Talfahrt geschickt. Analysten und Strategen warnen weiterhin vor hoher Nervosität und Schwankungen an den Börsen. Vor allem geopolitische Spannungen könnten die Märkte erneut belasten.
Positiv wirkten Nachrichten aus der deutschen Industrie, die erstmals seit sechs Monaten wieder einen Anstieg der Aufträge verzeichnete. Im Juni stiegen die Bestellungen um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dennoch blieben die Aufträge im zweiten Quartal um 1,4 Prozent niedriger als im ersten Quartal.
Der Eurokurs gab seine vorgestrigen Gewinne wieder ab und wird am frühen Abend bei 1,0929 Dollar gehandelt. Am Ölmarkt wirkten die Konjunktursorgen schwerer als die Furcht vor einer Eskalation in Nahost. Rohöl der Sorte Brent kostet zur Stunde 76,89 Dollar pro Barrel. Der Goldpreis konnte trotz der krisenhaften Situation nicht an die Gewinne der Vorwoche anknüpfen und liegt bei 2.383 Dollar pro Feinunze.
Elon Musks Online-Plattform X zieht aus dem Hauptquartier in San Francisco aus und verlagert die Büros ins Silicon Valley. Google hat einen wichtigen Wettbewerbsprozess in den USA verloren und wird als Monopolist eingestuft. BMW testet erstmals humanoide Roboter in der Produktion, um Beschäftigte bei ungünstigen Aufgaben zu entlasten. Airbus beschleunigte die Auslieferung von Verkehrsflugzeugen im Juli, während Zalando dank einer robusten Nachfrage nach Sportbekleidung ein Umsatzplus verzeichnete. Bayer kämpft mit schrumpfenden Gewinnen und einem Stellenabbau. Der Flughafenbetreiber Fraport profitierte trotz verlangsamtem Wachstum der Passagierzahlen von höheren Gewinnen.
