DAX sinkt unter 16.000 Punkte aufgrund von Konjunktursorgen
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Nach enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten ist der deutsche Leitindex DAX zum Wochenstart ins Minus gerutscht. Der Index fiel unter die Marke von 16.000 Punkten. Die schwachen Konjunkturdaten aus den USA und Gewinnmitnahmen nach einem starken Freitag haben die Anleger verunsichert. Der DAX schloss bei 15.963 Punkten, was einem Tagesverlust von 0,54 Prozent entspricht. Der Markt hatte zuvor von der Einigung im US-Kongress zur US-Schuldengrenze profitiert.
Die T-Aktie gehörte zu den Gewinnern im DAX. Am Freitag hatte das Papier den stärksten Tagesverlust seit Jahren hinnehmen müssen, nachdem Insiderberichte über den Einstieg von Amazon in den US-Mobilfunkmarkt die Runde machten. Die Telekom-Tochter T-Mobile US ist dort prominent vertreten. Heute konnte die T-Aktie jedoch einen Gewinn von rund 1,7 Prozent verzeichnen.
Die Anleger hoffen derzeit auf eine Zinspause, da die Inflationsraten rückläufig sind. Die heute veröffentlichten Erzeugerpreise in Europa sind im April überraschend langsam gestiegen, was auf eine Abschwächung der Inflation hinweist. Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte dadurch einen größeren Spielraum erhalten. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass die Zinsen trotz des nachlassenden Preisdrucks im Euroraum weiter steigen müssen, um das mittelfristige Inflationsziel von zwei Prozent zu erreichen.
In den USA fielen wichtige Konjunkturdaten ebenfalls enttäuschend aus. Das Wachstumstempo der US-Dienstleister hat sich im Mai deutlich abgeschwächt, und die Auftragseingänge der US-Industrie sind weniger als erwartet gestiegen. Die US-Börsen reagierten gemischt auf die Daten, wobei die Technologiebörse Nasdaq leicht zulegte und der Dow Jones leicht zurückging.
Die Ölpreise stiegen aufgrund der Ankündigung einer deutlichen Förderkürzung durch Saudi-Arabien. Das Land, das die OPEC+ anführt, plant eine einseitige Kürzung seiner Produktion um eine Million Barrel pro Tag für den Monat Juli. Dies führte zu einem Anstieg der Ölpreise um etwa 1,3 Prozent.
Die Apple-Aktie erreichte ein neues Rekordhoch von 184,36 Dollar, da Gerüchte über die Vorstellung einer Computer-Brille auf der Entwicklerkonferenz des Unternehmens die Runde machten. Die Brille soll den Bereich der "Mixed Reality" neu definieren, indem sie sowohl Augmented Reality (AR) als auch Virtual Reality (VR) ermöglicht.
Die Fluggesellschaften weltweit dürften in diesem Jahr mehr als doppelt so viel Gewinn erzielen wie bisher erwartet. Dies liegt unter anderem an höheren Ticketpreisen und einer anhaltenden wirtschaftlichen Stärke.
Der Persil-Hersteller Henkel kündigte weitere Preiserhöhungen an, da die Rohstoff- und Energiepreise gestiegen sind und die Gewinnmarge belastet haben.
