DAX setzt Rekordlauf fort
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der DAX setzte seinen Rekordlauf fort und überschritt erstmals die Marke von 21.700 Punkten, wobei er mit einem Tageshoch von 21.732 Punkten einen neuen Höchststand erreichte. Zum Handelsschluss lag der Index bei 21.727 Zählern, was einen Tagesgewinn von 0,41 Prozent bedeutet. Besonders stark entwickelte sich der MDAX, der um rund 2,0 Prozent zulegte und von einer positiven Reaktion auf die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank profitierte, da insbesondere Immobilienaktien im Index stärker nachfragten. Der DAX zeigte sich im Verlauf des Tages wenig schwankend, mit einem Tagestief bei 21.650 Punkten, und steht damit weiterhin im positiven Trend.
Dieser Trend könnte im Januar zu einem der stärksten Börsenmonate für den DAX seit November 2023 werden, da der Index bereits um rund neun Prozent gestiegen ist. In den letzten drei Monaten konnte der DAX den S&P 500 überflügeln, was insbesondere auf die schwächeren US-Technologiewerte und die Differenz in den Marktzusammensetzungen zwischen den beiden Indizes zurückzuführen sein dürfte. Allerdings warnen Experten, dass solche Outperformance-Phasen in der Regel nicht von langer Dauer sind. Analysten verweisen auf die zögerliche Zinspolitik der US-Notenbank, die den Markt in den USA weiterhin belaste, während die EZB kürzlich den Einlagezins um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent senkte.
Trotz dieser positiven Entwicklungen in Deutschland zeigt sich die Wirtschaft im Euroraum weiterhin schwach. Die EZB rechnet damit, dass die Konjunktur in den kommenden Monaten schwach bleiben könnte, was auch durch das stagnierende BIP im vierten Quartal 2024 belegt wird. Deutschland, als größte Volkswirtschaft im Euroraum, verzeichnete einen Rückgang von 0,2 Prozent im Schlussquartal, was die Unsicherheiten über das Wachstum im gesamten Währungsraum verstärkt. Auch die US-Wirtschaft hat nach dem vierten Quartal 2024 ein langsameres Wachstum verzeichnet, was jedoch von Experten noch als robust eingeschätzt wird.
Die Märkte reagierten auf diese wirtschaftlichen Unsicherheiten, insbesondere in den USA, unterschiedlich. Während die Techwerte von Unternehmen wie <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Tesla gemischte Reaktionen hervorriefen, zeigte sich Meta als Gewinner des Quartals, wobei die Aktie nach einem Umsatzplus von 21 Prozent ein neues Rekordhoch erreichte. In der europäischen Wirtschaft sorgte ein schwacher Ausblick von STMicroelectronics für negative Impulse im Technologiesektor, was auch die Aktien von Infineon belastete.
