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DAX setzt Aufwärtstrend fort

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DAX setzt Aufwärtstrend fort

Der DAX konnte gestern trotz anfänglicher Verluste seinen Aufwärtstrend fortsetzen und schloss am Nachmittag mit einem Plus von 0,54 Prozent bei 18.421 Punkten. Zu Beginn des Handels war der Index noch auf 18.284 Punkte gefallen, erholte sich jedoch im Laufe des Tages und überschritt die Marke von 18.400 Punkten. Dies markiert den zehnten Gewinntag in Folge, was die längste Serie seit einem Jahrzehnt darstellt. Auch der MDAX, der Index für mittelgroße Werte, stieg um 0,58 Prozent auf 24.955 Punkte. Der DAX hat in der vergangenen Woche einen Anstieg von rund 3,4 Prozent verzeichnet, was den höchsten Wochengewinn des Jahres darstellt.

Die jüngste Aufwärtsbewegung des DAX wurde maßgeblich durch die positive Stimmung an der Wall Street getragen. Die US-Börsen starteten leicht positiv in den Tag und konnten ihre Gewinne im Laufe des Handels ausbauen. Der Dow Jones legte um fast ein halbes Prozent zu, während andere US-Indizes ebenfalls positiv tendierten. Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed, die in dieser Woche beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole besprochen werden könnte, beflügelt die Märkte. Die Präsidentin der regionalen Notenbank von San Francisco, Mary Daly, äußerte sich zuversichtlich, dass die Inflation unter Kontrolle sei, was die Erwartungen an eine Zinssenkung verstärkte.

Während die deutschen Aktienmärkte von der positiven Entwicklung in den USA profitierten, trüben schwache Konjunkturdaten das Bild. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind im Juni zum sechsten Mal in Folge zurückgegangen, was einem Rückgang von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders der Maschinenbau war von dieser Entwicklung betroffen. Trotz dieser negativen Nachrichten blieb der DAX stabil, was auf die starke Orientierung an den US-Märkten zurückzuführen ist.

An den Devisenmärkten legte der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich zu und erreichte mit 1,1067 Dollar den höchsten Stand seit Januar. Die Aussicht auf Zinssenkungen in den USA schwächt den Dollar und stärkt den Euro. Gleichzeitig gab es moderate Gewinne am deutschen Rentenmarkt, während der Goldpreis leicht nachgab. Die Ölpreise setzten ihre Talfahrt fort, da Sorgen um die Nachfrage aus China weiterhin die Märkte belasten. Im DAX konnte Zalando mit einem Plus von rund drei Prozent die Spitzenposition einnehmen, während Rheinmetall nach Berichten über Einschränkungen bei Militärhilfen für die Ukraine deutlich verlor. Varta-Aktien brachen nach einem Restrukturierungsdeal mit Porsche massiv ein und erreichten ein Allzeittief.

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