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DAX setzt Aufwärtstrend fort

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DAX setzt Aufwärtstrend fort

Der DAX setzte seine Aufwärtsbewegung auch am Freitag fort, obwohl die Wall Street leichte Verluste verzeichnete. Dabei profitierte der deutsche Leitindex von einem nachlassenden Rezessionsdruck in den USA. Am neunten Handelstag in Folge schloss der DAX im Plus und erreichte einen Schlussstand von 18.322 Punkten, was einem Anstieg von 0,77 Prozent entspricht. Dies lag nahe dem Tageshoch von 18.344 Punkten, das der Index im Laufe des Nachmittags erreicht hatte. Im Vergleich dazu verzeichnete der MDAX, der vor allem mittelgroße Unternehmen umfasst, nur einen geringen Anstieg von 0,1 Prozent und schloss bei 24.812 Punkten. Während der DAX hauptsächlich von internationalen Investoren beeinflusst wird, machen sich die konjunkturellen Herausforderungen in Deutschland stärker im MDAX bemerkbar.

Der DAX konnte letzte Woche einen Gewinn von knapp 3,4 Prozent verzeichnen und damit die Verluste der vorherigen Wochen größtenteils wettmachen. Analysten sehen in der aktuellen Marktentwicklung eine mögliche Bärenfalle, bei der unerwartete Kursanstiege Spekulanten, die auf fallende Kurse gesetzt haben, in Bedrängnis bringen. Ein entscheidender Widerstandspunkt im DAX wird nun bei 18.600 Punkten gesehen, wo der Kursrückgang, der den Index um über 1.500 Punkte einbrechen ließ, seinen Anfang nahm.

Ein weiterer Faktor, der zur Erholung des DAX beitrug, war die abnehmende Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA. Robuste Wirtschaftsdaten und eine rückläufige Inflation haben die Anleger beruhigt und zu einer Rückkehr an die Börsen veranlasst. Dieser Entwicklung in den USA konnte sich der DAX nicht entziehen, auch wenn die konjunkturelle Lage in Deutschland und Europa weiterhin schwierig bleibt. Noch vor wenigen Wochen hatten Rezessionsängste und geopolitische Spannungen zu einem Rückgang des DAX auf fast 17.000 Punkte geführt. Seitdem konnte der Index jedoch wieder um mehr als 1.300 Punkte zulegen.

Unter den DAX-Werten konnte Bayer am Freitag mit einem Kursanstieg von über zehn Prozent an die Spitze des Index klettern. Der Grund dafür war ein juristischer Sieg in den USA, bei dem ein Bundesberufungsgericht den Vorwurf zurückwies, dass die Bayer-Tochter Monsanto gegen Gesetze im Bundesstaat Pennsylvania verstoßen habe. Bayer selbst erklärte, dass der Fall nun beim Obersten Gerichtshof der USA weiterverhandelt werde.

Während die Wall Street nach den jüngsten Gewinnen eine Verschnaufpause einlegte, entwickelten sich die Ölpreise und der Euro-Kurs ebenfalls moderat. Der Euro konnte sich leicht erholen und wurde am Nachmittag zu 1,0994 Dollar gehandelt. Die Ölpreise hingegen gaben nach und fielen bis zum Nachmittag deutlich, unter anderem aufgrund von Fortschritten in den Verhandlungen um eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt. Der Goldpreis erreichte indes ein neues Rekordhoch, was auf die anhaltende wirtschaftliche und politische Unsicherheit zurückzuführen ist.

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