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DAX schwankt unter geopolitischem Druck

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DAX schwankt unter geopolitischem Druck

Der DAX gestern verzeichnete in Folge der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten Verluste, die jedoch durch eine positive Entwicklung an der Wall Street begrenzt blieben. Während die Spannungen in der Region weiterhin aufmerksam beobachtet werden, halten sich die direkten Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt bislang in Grenzen. Der DAX schloss mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 19.164 Punkten, nachdem er am Vortag durch den iranischen Raketenangriff auf Israel stark gefallen war. Analysten betonen die hohe Nervosität an den Märkten, insbesondere weil in Frankfurt wegen eines Feiertags heute kein Handel stattfindet und am Freitag neue Arbeitsmarktdaten aus den USA erwartet werden. Aus charttechnischer Sicht bleibt der Aufwärtstrend des DAX intakt, solange er über der Marke von 19.000 Punkten bleibt.

Auch die US-Börsen zeigten eine Erholung. Der Dow Jones und die Technologiebörse Nasdaq drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus. Die Entwicklung wurde von neuen Jobdaten gestützt: Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters ADP wurden im September 143.000 neue Stellen in der US-Privatwirtschaft geschaffen, mehr als erwartet. Diese Zahlen gelten als Vorboten für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Die Rohstoffmärkte reagierten verhalten auf die jüngsten Ereignisse. Gold, das oft als sicherer Hafen gilt, konnte anfangs leichte Gewinne verzeichnen, doch sank der Kurs bereits am Folgetag um 0,4 Prozent auf 2.649 Dollar pro Feinunze. Auch die Ölpreise fielen, nachdem die Ölreserven in den USA unerwartet um 3,9 Millionen Barrel gestiegen waren. Analysten hatten hingegen einen Rückgang der Bestände erwartet. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl lag bei 73,73 Dollar, 0,9 Prozent weniger als am Vortag. Analysten weisen jedoch auf die potenziellen Risiken einer Blockade der Straße von Hormus hin, die den Preis auf 85 bis 90 Dollar treiben könnte.

Bei Kryptowährungen konnte der Bitcoin leichte Verluste der Vortage ausgleichen und erreichte am Vormittag 61.700 Dollar. Dies, nachdem der Kurs in der Nacht kurzzeitig auf 60.164 Dollar gefallen war.

Im Bereich der Unternehmen vermeldete Tesla im letzten Quartal eine Steigerung der Auslieferungen um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, vor allem durch Kaufanreize der chinesischen Regierung. Die Aktie gab im vorbörslichen Handel jedoch nach. Im DAX legte die Aktie von Adidas deutlich zu, im Gegensatz zu Nike, das einen Umsatzrückgang meldete. Die Aktie von Rheinmetall profitierte von den Konflikten im Nahen Osten, während Hensoldt am Ende des Handels ins Minus rutschte.

Die Deutsche Bahn plant den Verkauf ihrer Tochter DB-Schenker, was die Gewerkschaft EVG kritisierte. Reiseaktien wie TUI und Lufthansa verzeichneten aufgrund der Konflikte im Nahen Osten Kursverluste. Der Verkauf eines großen Aktienpakets des Unternehmens Renk durch den Finanzinvestor Triton drückte den Aktienkurs des Panzergetriebe-Herstellers. 

Schaeffler verzeichnete am ersten Tag im SDAX ein starkes Debüt, während MLP seine Jahresprognose erhöhte. Grenke erzielte im dritten Quartal ein starkes Neugeschäft, und die Reederei Maersk plant, trotz der Sicherheitslage im Libanon den Hafen in Beirut weiter anzulaufen.

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