DAX schwankt trotz Handels- und Ukraine-Hoffnungen
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenauftakt volatil. Zwar legte der DAX zunächst zu und profitierte von Hoffnungen auf eine Entspannung im US-Handelsstreit, konnte seine Gewinne jedoch nicht bis zum Handelsschluss verteidigen. Der DAX beendete den Tag bei 22.271 Punkten, was einem kleinen Anstieg von 0,13 Prozent entspricht. Zwischenzeitlich hatte der Index bei 22.443 Punkten gelegen. Auch der MDAX kam kaum vom Fleck und schloss mit einem Plus von 0,05 Prozent bei 28.803 Punkten.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen weiterhin die globalen Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump zeigte sich zuletzt moderater, konkrete Ergebnisse in den Verhandlungen blieben jedoch aus. Die Unsicherheit bleibt bestehen, da politische Äußerungen die Stimmung an den Märkten schnell beeinflussen können. Auch der Ukraine-Krieg rückte in den Fokus. Trump äußerte sich erneut zu seinem Wunsch nach einem dauerhaften Frieden für die Ukraine, während der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz einen Diktatfrieden ablehnte.
Die Unternehmensberichte traten angesichts der politischen Themen in den Hintergrund. Nach Börsenschluss veröffentlichte die Deutsche Börse ihre Quartalszahlen. In den kommenden Tagen folgen weitere große DAX-Konzerne wie Adidas, Symrise, die Deutsche Bank und Porsche AG sowie aus dem MDAX Lufthansa und HelloFresh. Auch an der Wall Street hielten sich die Anleger zurück, da eine Flut von Quartalsberichten bevorsteht. Der Dow Jones verlor am Mittag Ortszeit 0,3 Prozent, die Nasdaq büßte deutlicher ein.
In den USA werden im Laufe der Woche wichtige Konjunkturdaten wie das Bruttoinlandsprodukt und der Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Zudem präsentieren Unternehmen wie Pfizer, Coca-Cola, Microsoft, McDonald's, Amazon und Apple ihre Zahlen, die maßgeblich den weiteren Verlauf an den Märkten bestimmen könnten. Im Mittelpunkt bleibt jedoch der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der weiterhin ungelöst ist.
Am Devisenmarkt tendierte der Euro am Nachmittag etwas höher bei 1,1402 Dollar. Am Ölmarkt weitete sich der Preisrückgang aus, wobei ein Barrel Brent-Öl zuletzt 64,45 Dollar kostete. Medienberichte über eine mögliche Produktionsausweitung durch die Opec+ belasteten die Ölpreise zusätzlich. Airbus führte die Gewinnerliste im DAX an, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern Werke vom Zulieferer Spirit Aerosystems übernimmt. Weitere Unternehmensnachrichten betrafen DHL, Merck, Ceconomy, Traton und IBM.
