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DAX schwächer nach Rekordhoch und Gewinnmitnahmen

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DAX schwächer nach Rekordhoch und Gewinnmitnahmen

Der deutsche Aktienmarkt hat zur Wochenmitte leichte Verluste verzeichnet. Der DAX schloss 0,47 Prozent niedriger bei 23.527 Punkten, nachdem er am Vormittag zeitweise bis auf 23.444 Punkte gefallen war. Mit dem kurzzeitigen Unterschreiten des März-Rekordhochs bei 23.475 Punkten setzte der Leitindex ein technisches Warnsignal, konnte sich jedoch im gestrigen Tagesverlauf wieder etwas stabilisieren. Nach dem Anstieg auf ein Allzeithoch von 23.912 Punkten am Montag bleibt der Markt anfällig für Rücksetzer.

Die Stimmung wurde durch positive Impulse aus den USA gestützt. Der Nasdaq 100 legte um etwa 0,5 Prozent zu, vor allem getragen von Technologiewerten. Der Dow Jones zeigte sich wenig verändert bei 42.136 Punkten. Spekulationen über neue Geschäfte im KI-Bereich, insbesondere mit Golfstaaten, sorgten für Kursgewinne bei Nvidia und Super Micro Computer. Berichte über eine große Bestellung von 160 Boeing-Flugzeugen durch Qatar Airways im Wert von angeblich 200 Milliarden Dollar während eines Besuchs von US-Präsident Trump in Katar belebten zusätzlich die US-Standardwerte.

Am Rohstoffmarkt gaben die Ölpreise nach. Brent-Öl verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 66,06 Dollar je Barrel. Ursache waren deutlich gestiegene US-Rohölreserven. Diese erhöhten sich um 3,5 Millionen Barrel, während Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten. Auch der Goldpreis rutschte weiter ab. Eine Feinunze kostete 3.181 Dollar und damit 2,2 Prozent weniger. Der Preis fiel unter die wichtige Marke von 3.200 Dollar. Der Euro konnte gegenüber dem Dollar leicht zulegen und wurde mit 1,1201 Dollar gehandelt.

Bei den Einzelwerten fiel die Brenntag-Aktie im DAX um rund zwei Prozent, nachdem das Unternehmen sein Gewinnziel für 2025 senkte und zusätzliche Sparmaßnahmen ankündigte. E.ON hingegen überzeugte mit guten Quartalszahlen und legte um zwei Prozent zu. Die Holding Porsche SE meldete aufgrund von Verlusten bei VW und Porsche einen Fehlbetrag von 1,1 Milliarden Euro. Daimler Truck korrigierte die Absatzprognose für Nordamerika nach unten.

Der Börsengang von Pfisterer verlief erfolgreich. Die Aktie startete bei 27 Euro und stieg im Tagesverlauf bis auf 31,35 Euro. Renk meldete einen Rekord-Auftragsbestand von 5,5 Milliarden Euro. Bilfinger profitierte von einem Zukauf und steigerte Umsatz und Marge. Hapag-Lloyd warnte vor hoher Unsicherheit bei der Jahresprognose. Burberry legte nach Zahlen deutlich zu, während Alstom nach einem schwachen Ausblick stark verlor. In Köln fand bei Ford der erste Streik in der fast hundertjährigen Werkgeschichte statt. Telefonica wies einen Verlust von 1,3 Milliarden Euro aus.

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