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DAX schwächelt zum Wochenschluss nach frühem Hoch

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DAX schwächelt zum Wochenschluss nach frühem Hoch

Der DAX hat zum Wochenschluss seine anfänglichen Gewinne wieder abgegeben und schloss leicht im Minus bei 24.289 Punkten. Zwar war im frühen Handel noch ein Wochenhoch von 24.495 Zählern erreicht worden, doch am Ende des Freitags stand ein Verlust von 0,33 Prozent zu Buche. Damit bleibt der Leitindex insgesamt weiter auf einem hohen Niveau nahe dem Allzeithoch von 24.639 Punkten. Auch der MDAX hielt sich stabil und legte um 0,27 Prozent auf 31.098 Punkte zu.

Die Unsicherheit an den Märkten wird weiterhin vom schwelenden US-Zollstreit beeinflusst. Anleger hoffen auf eine Einigung zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Ein Scheitern der Verhandlungen bis zum 1. August könnte neue Verwerfungen an den Börsen auslösen. Während US-Präsident Trump mit Zöllen von 30 Prozent auf EU-Importe droht, geht die Mehrheit der Marktteilnehmer weiterhin von einer diplomatischen Lösung aus.

Rückenwind kam unterdessen erneut von der Wall Street. Sowohl Nasdaq als auch S&P 500 erreichten neue Rekorde, gestützt von starken Unternehmenszahlen und soliden Konjunkturdaten. Vor allem der anhaltende Boom rund um Künstliche Intelligenz treibt die Technologiewerte nach oben. Der Chiphersteller Nvidia markierte bei 174,16 Dollar ein neues Allzeithoch und überschritt eine Marktkapitalisierung von vier Billionen Dollar.

Auch der Kryptomarkt erlebte eine erfolgreiche Woche. Der Bitcoin kletterte zeitweise über die Marke von 123.000 Dollar, steht aktuell aber wieder knapp darunter. Hintergrund ist eine Entscheidung des US-Kongresses, der mit der Regulierung sogenannter Stablecoins der Branche mehr Sicherheit verleiht. Analysten sehen darin einen bedeutenden Fortschritt für die Akzeptanz digitaler Währungen.

Im Unternehmensbereich sorgte Netflix mit starken Quartalszahlen für Aufsehen. Dank Erfolgen wie der finalen Staffel von „Squid Game“ stieg der Reingewinn auf 3,1 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hob der Streamingdienst seine Jahresprognose an. Dennoch verloren die Aktien nach Gewinnmitnahmen an der Nasdaq rund 4,7 Prozent.

In Deutschland kündigte Porsche wegen veränderter Marktbedingungen ein weiteres Sparprogramm an. Vor allem in China sieht sich der Sportwagenhersteller einem drastisch gewandelten Wettbewerbsumfeld ausgesetzt. Auch die Entwicklung des Dollar-Kurses wirkt sich belastend auf das US-Geschäft aus.

Zudem belasteten Gewinnwarnungen von Wacker Chemie und Salzgitter die Kurse. Der Chemiekonzern senkte seine Jahresprognose wegen der schwachen Nachfrage und des gestiegenen Euro-Kurses. Salzgitter hingegen rechnet mit einem operativen Gewinn deutlich unter den bisherigen Erwartungen, was die Krise in der Stahlbranche weiter verschärft.

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