DAX schwächelt nach Rekordhoch leicht
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Nach dem starken Kurssprung zum Wochenauftakt zeigte sich der DAX am Dienstag nur leicht fester. Der deutsche Leitindex beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 23.638 Punkten. Der Rückenwind kam unter anderem von den Inflationsdaten aus den USA, wo die Teuerungsrate im April mit 2,3 Prozent etwas unter dem Vormonatswert lag. Der DAX hatte am Vortag mit 23.912 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht, nachdem zwischen den USA und China eine vorläufige Einigung im Zollstreit bekannt geworden war. Insgesamt hat der Index seit dem Tief vor fünf Wochen um nahezu 30 Prozent zugelegt.
Die Marktbeobachter von Index Radar sehen den deutschen Leitindex nun in einer Phase relativer Schwäche, während US-Technologieaktien wieder verstärkt in den Fokus rücken könnten. Dies sei darauf zurückzuführen, dass europäische Aktien zuletzt im Aufwind gewesen seien, weil Anleger dort Nachholpotenzial sahen. Analyst Christian Zoller von der ING erklärte, dass der DAX nach dem steilen Anstieg seit Anfang April als überkauft gelte. Ein erneuter Hochlauf zur Marke von 24.000 Punkten sei jedoch möglich, solange die Unterstützung bei 23.549 Punkten halte.
Auch an den US-Börsen verlief der Handel verhalten. Der Dow Jones verlor in der ersten Handelsstunde 0,42 Prozent und notierte bei 42.232 Punkten. Der Nasdaq 100 stieg dagegen um 0,52 Prozent auf 20.978 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich erstmals seit März wieder die Marke von 21.000 Punkten überschritten hatte. Der S&P 500 legte um 0,24 Prozent auf 5.858 Punkte zu. Die Inflationszahlen aus den USA blieben unter den Erwartungen, wodurch Zinsspekulationen gedämpft wurden.
Der Euro legte leicht zu und wurde am Nachmittag zu 1,1147 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1112 US-Dollar fest. Auf Unternehmensebene gab Microsoft bekannt, weltweit Tausende Arbeitsplätze abzubauen. Auch UnitedHealth reagierte auf steigende Behandlungskosten und wechselte kurzfristig den Konzernchef. In Deutschland konnte Bayer besser ins Jahr starten als befürchtet, während Fraport wegen gestiegener Personalkosten und saisonaler Effekte Verluste verzeichnete.
Weitere Unternehmensnachrichten betrafen unter anderem die Covestro-Übernahme durch ADNOC, Partnerschaften von Nvidia in Saudi-Arabien, den Gewinnsprung bei SoftBank sowie neue Smartphone-Modelle von Samsung. Zudem brachte Vonovia Wandelanleihen über 1,3 Milliarden Euro am Markt unter, und LEG Immobilien konnte Mieten erhöhen und den Leerstand senken.
