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DAX schwächelt nach gemischten Konjunkturdaten

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DAX schwächelt nach gemischten Konjunkturdaten

Der deutsche Aktienmarkt stand gestern unter Druck, nachdem gemischte Konjunkturdaten veröffentlicht worden waren. Der DAX verlor 0,33 Prozent und schloss bei 20.246 Punkten, während der MDAX mit einem Rückgang von 0,94 Prozent auf 25.939 Zähler schwächer abschnitt. Besonders betroffen waren Werte aus der zweiten und dritten Reihe. Analyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets stellte fest, dass der Markt nach der vorangegangenen Rekordrally konsolidierte. Neue Impulse hätten von der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed kommen können, wobei der Markt eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartete.

Zuvor hatten der ifo-Geschäftsklimaindex und der ZEW-Index gegensätzliche Signale geliefert. Das ifo-Geschäftsklima fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 und dämpfte die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung. Im Gegensatz dazu verbesserten sich die ZEW-Konjunkturerwartungen leicht, was für einen vorsichtigen Optimismus sorgte. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, bezeichnete die Ergebnisse des ZEW-Index als „ein Fünkchen Hoffnung“, während der ifo-Index die Aussicht auf eine konjunkturelle Wende für das kommende Jahr begrub.

Auch an den US-Börsen herrschte Nervosität vor der Zinsentscheidung. Der Dow Jones Industrial verzeichnete im frühen Handel Verluste von 0,52 Prozent auf 43.489 Punkte. Gleichzeitig fiel der S&P 500 um 0,59 Prozent auf 6.038 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 büßte 0,74 Prozent ein, womit er unter die Marke von 22.000 Punkten zurückfiel. Überraschend gesunkene US-Industrieproduktionsdaten sowie stärker als erwartet gestiegene Einzelhandelsumsätze standen dabei im Fokus. Laut der Landesbank Helaba hätten die robusten Umsätze jedoch keinen Grund für die Fed geliefert, ihren Zinssenkungskurs infrage zu stellen.

Der Euro blieb trotz schwacher deutscher Konjunkturdaten stabil und notierte am Nachmittag bei 1,0501 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0497 Dollar festgesetzt. Der Bitcoin erreichte erneut ein Rekordhoch und stieg auf bis zu 108.364 US-Dollar. Seit der Wahl von Donald Trump im November hatte die Kryptowährung erheblich an Wert gewonnen.

In Unternehmensnachrichten sorgten unter anderem Merck und Brose für Schlagzeilen. Merck hatte die Übernahme des niederländischen Unternehmens HUB Organoids Holding angekündigt, das innovative Zellkulturmodelle entwickelt. Brose plante hingegen den Abbau von 700 Stellen in Deutschland aufgrund schwacher Auslastung und finanzieller Verluste. Auch Thyssenkrupp stand im Fokus, da das Unternehmen mehrere Angebote für seine Werfttochter TKMS erhalten haben soll.

Mercedes-Benz hatte die Genehmigung für hochautomatisiertes Fahren bis zu einer Geschwindigkeit von 95 km/h erhalten, was ab Frühjahr 2025 verfügbar sein sollte. Der Pharmakonzern Pfizer peilte für das kommende Jahr einen Umsatz auf Vorjahresniveau an, während die thyssenkrupp-Wasserstoff-Tochter Nucera im Geschäftsjahr 2023/24 einen Verlust verzeichnete und weitere Einbußen erwartete.

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