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DAX schließt stark nach turbulenter Handelswoche

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DAX schließt stark nach turbulenter Handelswoche

Der DAX schloss am Freitag trotz widriger Bedingungen an der Wall Street mit einem Plus von 0,68 Prozent bei 19.984 Punkten, nahe seinem Tageshoch. Nach einem verhaltenen Start in den Tag setzte sich die Erholung fort, wobei die Marke von 20.000 Punkten wieder ins Blickfeld der Anleger rückte. Ein ruhiger Handelsverlauf prägte den Tag, da weder neue Konjunkturdaten noch bedeutende Unternehmensnachrichten veröffentlicht wurden. Der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater, erklärte die leichte Erholung der Aktienmärkte mit einer Stabilisierung nach den jüngsten Zinssignalen der US-Notenbank. Das Handelsvolumen blieb jedoch überschaubar, da viele institutionelle Anleger ihre Bücher bereits geschlossen hatten.

Rückblickend auf das Jahr 2024 verzeichnete der DAX ein starkes Plus von 19,1 Prozent, obwohl Hoffnungen auf eine Jahresendrally enttäuscht wurden. Nach einem Allzeithoch von über 20.500 Punkten Mitte Dezember kam es zu Gewinnmitnahmen. Die Zinswende der großen Notenbanken trug wesentlich zur positiven Entwicklung bei, brachte den Index jedoch auch in eine Phase der Korrektur. Der MDAX hingegen konnte nicht mithalten und verbuchte ein Minus von über fünf Prozent, da mittelgroße Unternehmen stärker unter der schwachen Binnenkonjunktur litten.

Auch die Automobilbranche verzeichnete gemischte Ergebnisse. Während Autoaktien wie Porsche und Volkswagen im DAX von einer Erholung profitierten, belasteten hohe Kosten und starke ausländische Konkurrenz die Branche insgesamt. Die Nachfrage nach E-Modellen blieb hinter den Erwartungen zurück. Im Devisenmarkt zeigte sich der Euro stabil bei 1,0427 US-Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank den Referenzkurs geringfügig höher angesetzt hatte.

In Japan stieg die Inflation im Großraum Tokio den zweiten Monat in Folge. Die Verbraucherpreise ohne Frischwaren legten im Dezember um 2,4 Prozent zu. Trotz eines schwachen Yen, der die japanische Exportwirtschaft begünstigte, blieb die Notenbank in Tokio möglicherweise zu weiteren Interventionen gezwungen. Am Rentenmarkt stiegen die Renditen deutscher Staatsanleihen auf 2,37 Prozent, während in den USA steigende Anleiherenditen die Aktienmärkte belasteten.

Die Ölpreise zeigten sich mit einem Anstieg von etwa 1,3 Prozent bei der Nordseesorte Brent ebenfalls fester. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten, einschließlich erneuter Militärschläge Israels, konnten den Markt jedoch nur begrenzt beeinflussen. An der Wall Street führten höhere Rentenrenditen zu Rückgängen in den wichtigsten Indizes, insbesondere bei Technologiewerten, die empfindlich auf Zinsveränderungen reagierten.

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