DAX schließt schwächer nach US-Arbeitsmarktdaten
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Die schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag an der Frankfurter Börse nur für ein kurzes Strohfeuer gesorgt. Der DAX erreichte im Handelsverlauf zwar ein Tageshoch bei 23.854 Punkten, drehte dann aber ins Minus und schloss bei 23.596 Punkten mit einem Verlust von 0,73 Prozent. Damit bleibt auch die Rückeroberung der psychologisch wichtigen 24.000-Punkte-Marke vorerst außer Reichweite. Besser entwickelte sich der MDAX, der von steigenden Immobilienwerten profitierte und 0,74 Prozent auf 30.011 Zähler zulegte.
Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung in den USA sorgte zwar kurzzeitig für positive Stimmung, doch schwache Auftragseingänge der deutschen Industrie und eine belastete Exportwirtschaft verhinderten eine nachhaltige Erholung. Der Euro stieg nach den US-Daten auf ein Tageshoch bei 1,1758 Dollar, während der Dollar weiter unter Druck geriet. Besonders die Autoindustrie, die ohnehin durch Zölle und Absatzschwierigkeiten in Schwierigkeiten steckt, leidet unter dem schwächeren Greenback. Symbolhaft dafür steht der Abstieg von Porsche aus dem DAX.
Die Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten zeigten, dass im August nur noch 22.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wurden. Experten hatten mit 75.000 gerechnet, nachdem im Juli noch 79.000 Stellen hinzugekommen waren. Volkswirte sehen darin ein Signal für eine mögliche Rezession. Für die US-Notenbank Fed wird eine Zinssenkung Mitte September damit immer wahrscheinlicher.
Auch an der Wall Street sorgten die Zahlen zunächst für Rekorde, ehe die Kurse ins Minus drehten. Der S&P 500 erreichte 6.532 Punkte, fiel dann aber auf 6.467 Zähler zurück. Der Dow Jones markierte ein neues Hoch bei 45.770 Punkten, gab anschließend jedoch ebenfalls nach. Der Nasdaq 100 konnte seine Gewinne nicht halten und notierte zuletzt leicht schwächer. Belastet wurden die Technologiewerte unter anderem durch Kursverluste bei AMD und Nvidia, während Broadcom nach einem Großauftrag von OpenAI kräftig zulegte.
Für Schlagzeilen sorgte zudem Tesla: Der Verwaltungsrat legte ein außergewöhnliches Vergütungspaket für Elon Musk vor, das ihm bei Erreichen ambitionierter Ziele bis zu eine Billion Dollar einbringen könnte. Parallel dazu meldete BioNTech Fortschritte in einer Brustkrebsstudie, was die Aktie des Mainzer Unternehmens deutlich steigen ließ.
Ein weiteres Thema war die Entscheidung der EU-Kommission, gegen Google eine Strafe von 2,95 Milliarden Euro wegen Wettbewerbsverstößen zu verhängen. Google kündigte an, gegen das Urteil vorzugehen. Der Goldpreis erreichte unterdessen ein Rekordhoch von 3.584 Dollar je Feinunze, begünstigt durch den schwachen Dollar und die Zinssenkungserwartungen. BMW stellte vor der Automesse IAA das erste Modell seiner neuen Elektro-Generation vor und setzt mit dem iX3 auf eine Rückkehr zu mehr Stärke im wichtigen chinesischen Markt.
