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DAX schließt mit deutlichen Gewinnen

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DAX schließt mit deutlichen Gewinnen

Anleger konnten sich zum Wochenschluss über einen freundlichen Marktverlauf freuen. Der DAX legte am Freitag um 0,9 Prozent zu und schloss bei 23.739 Punkten. Damit verließ der Index vorerst die zuletzt enge Spanne zwischen 23.400 und 23.700 Punkten. Auf Wochensicht stand ein Zuwachs von 0,4 Prozent. Unterstützung erhielten die Märkte durch aktuelle US-Inflationsdaten, die den Investoren Hoffnung auf weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve machten. Besonders im Fokus stand der PCE-Kerndeflator, das von der Notenbank bevorzugte Inflationsmaß, das für August einen Anstieg von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr auswies. Marktbeobachter sahen darin ein Signal für stabile Preise und eine mögliche Lockerung der Geldpolitik.

Für zusätzliche Schlagzeilen sorgten neue Zollpläne aus den USA. Präsident Donald Trump kündigte Strafzölle von bis zu 100 Prozent auf verschiedene Produkte an, darunter Medikamente, schwere Lastwagen und Möbel. An den Märkten führte dies zwar zu leichten Belastungen, doch insgesamt blieb die Reaktion verhalten. Fachleute sprachen von einer gewissen Gewöhnung an die wiederkehrenden Drohungen, warnten aber zugleich vor möglichen Risiken für die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf. Besonders die deutsche Pharmaindustrie äußerte sich besorgt, da die USA ihr wichtigster Exportmarkt sind. Der Verband der forschenden Pharmaunternehmen wies darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen internationale Lieferketten beeinträchtigen und die Arzneimittelversorgung gefährden könnten.

Auch an der Wall Street fielen die Kursbewegungen gemischt aus. Der Dow Jones konnte sich um 0,3 Prozent auf 46.081 Punkte verbessern, während der S&P 500 nur noch leicht im Plus notierte. Der Technologieindex Nasdaq zeigte zwischenzeitlich sogar Verluste. Die Unsicherheit über die Einordnung der Inflationsdaten war spürbar, auch wenn der erste Impuls positiv ausgefallen war.

Unternehmensnachrichten prägten ebenfalls den Handelstag. Die Lufthansa kündigte einen Stellenabbau in der Verwaltung an. Konzernchef Carsten Spohr sprach von rund 20 Prozent weniger Beschäftigten in der Administration, um die Kostenstruktur zu verbessern. Bei BMW müssen Hunderttausende Fahrzeuge in die Werkstätten, weil ein Defekt am Starter Brandgefahr auslösen könnte. Betroffen sind weltweit Modelle, die zwischen September 2015 und September 2021 produziert wurden.

Aus der Technologiebranche kam die Meldung, dass Microsoft bestimmte Cloud- und KI-Dienste für das israelische Verteidigungsministerium sperrt. Das Unternehmen will damit verhindern, dass seine Produkte zur Überwachung der palästinensischen Bevölkerung genutzt werden.

Der Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt rechnet mit außergewöhnlich großen Aufträgen der Bundesregierung. Nach Angaben von Vorstandschef Oliver Dörre sollen künftig nicht mehr nur kleine Stückzahlen abgerufen werden, sondern Bestellungen in einem vielfachen Umfang früherer Größenordnungen.

Im Luftfahrtsektor konnte Boeing neue Großkunden gewinnen. Turkish Airlines plant die Bestellung von bis zu 225 Maschinen, während Norwegian Air ihre Bestellung um 30 Flugzeuge des Typs 737-MAX 8 aufstockte. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der festen Bestellungen der norwegischen Fluggesellschaft auf 80 Maschinen.

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