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DAX schließt leicht im Plus – EZB belässt Zinsen, Wall Street auf Rekordständen

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DAX schließt leicht im Plus – EZB belässt Zinsen, Wall Street auf Rekordständen

Der DAX hat am Donnerstag nach zwischenzeitlichen Schwankungen 0,3 Prozent höher bei 23.703 Punkten geschlossen. Im Tagesverlauf erreichte der Index ein Hoch von 23.787 Zählern, blieb jedoch unter der Marke von 24.000 Punkten. Am Vortag hatte der DAX bei 23.632 Punkten 0,4 Prozent niedriger geschlossen. Der MDAX beendete den Handel nahezu unverändert bei 30.146 Punkten.

Marktumfeld

Händler berichten von anhaltender Seitwärtsbewegung des deutschen Leitindex. „Der DAX fällt, während der S&P 500 an der Wall Street Rekorde schreibt. Die Kaufbereitschaft der Anleger, die noch vor einem Monat bei Kursen unter 24.000 Punkten vorhanden war, ist weg“, sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst von CMC Markets.

EZB-Entscheidung

Die Europäische Zentralbank hat ihre Zinspause verlängert und die Sätze unverändert gelassen. Der Einlagesatz als maßgeblicher Leitzins im Euroraum bleibt bei 2,0 Prozent. „Wir legen uns nicht im Voraus auf einen bestimmten Zinspfad fest“, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Friedrich Heinemann vom ZEW-Institut erklärte, eine Grundlage für weitere Zinssenkungen ergäbe sich erst bei deutlich sinkenden Inflationsprognosen.

USA: Rekorde an der Wall Street

Zur Mittagszeit (Ortszeit) markierten die US-Leitindizes neue Höchststände. Der Dow Jones stieg in der Spitze bis auf 46.095 Punkte und lag zuletzt rund 1,2 Prozent im Plus. Der S&P 500 erreichte im Tageshoch 6.586 Punkte. Die Nasdaq kletterte bis auf 22.048 Punkte, der Nasdaq 100 auf 24.016 Zähler; zuletzt notierte der Auswahlindex bei 23.987 Punkten weiter im Plus. Gewinner kamen vor allem aus dem Technologiesektor, darunter Werte aus der Gruppe der „Magnificent 7“. Tesla legte rund 3,8 Prozent zu. Auch ein Kurssprung bei Oracle nach einer optimistischen Cloud-Prognose stützte den Sektor.

Konjunktur und Geldpolitik in den USA

Die Verbraucherpreise stiegen im August um 2,9 Prozent nach 2,7 Prozent im Juli; gegenüber dem Vormonat betrug das Plus 0,4 Prozent nach 0,2 Prozent im Juli. Die Kerninflation verharrte bei 3,1 Prozent. Marktteilnehmer verweisen unter anderem auf gestiegene Zölle auf importierte Waren. Parallel mehren sich Signale einer Abschwächung am Arbeitsmarkt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen um 27.000 auf 263.000; erwartet waren im Schnitt 235.000. Anleger rechnen damit, dass die US-Notenbank in der kommenden Woche die Zinsen senkt; weitere Schritte im Oktober und Dezember werden am Geldmarkt ebenfalls eingepreist.

Devisen

Der Euro wertete im Zuge der EZB-Aussagen auf bis 1,1734 US-Dollar auf; zuletzt wurden 1,1732 US-Dollar genannt. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1685 US-Dollar (Mittwoch: 1,1707). Eckhard Schulte, Vorstand von MainSky Asset Management, sagte: „Mit dem Hinweis auf nun ausgeglicheneres Wachstumsrisiken und ein Ende des Disinflationsprozesses in der Eurozone hat Lagarde heute signalisiert, dass die Europäische Zentralbank mit dem derzeitigen Zinsniveau sehr zufrieden ist und bis auf Weiteres keinen Handlungsbedarf sieht.“ Der Dollar hatte zuvor von der Lage im Nahen Osten profitiert; zugleich belasteten Zinssenkungserwartungen die US-Währung, die seit Jahresbeginn laut Quelle rund 13 Prozent gegen den Euro verloren hat.

Unternehmen

Lufthansa/ITA Airways: Laut „Corriere della Sera“ arbeitet Lufthansa mit dem italienischen Wirtschaftsministerium daran, den Anteil an ITA Airways von derzeit 41 Prozent bis Juni auf 90 Prozent zu erhöhen; eine Entscheidung werde im April oder Mai erwartet. Lufthansa äußerte sich dazu nicht. Die Aktie stieg im MDAX um rund 1,4 Prozent.

Renk: Der Hersteller von Panzergetrieben stellt die Produktion von der Manufaktur auf Kleinserie um. Die Kapazität soll von einigen Hundert auf über Tausend Getriebe pro Jahr steigen. Für 2025 erwartet Renk einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis von 210 bis 235 Millionen Euro.

Ceconomy/JD.com: Vorstand und Aufsichtsrat von Ceconomy empfehlen den Aktionären die Annahme des Übernahmeangebots von JD.com über 4,60 Euro je Aktie. Die Frist endet am 10. November. Ceconomy ist die Muttergesellschaft von MediaMarkt und Saturn.

Marktberichte

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