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DAX schließt im Plus nach turbulenter Woche

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DAX schließt im Plus nach turbulenter Woche

Der DAX hat sich nach einer schwachen Börsenwoche erholt und am Freitag Gewinne erzielt. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 19.120 Punkten, nachdem er im Handelsverlauf unter die Marke von 19.000 Punkten gefallen war. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus von 1,8 Prozent bestehen. Marktbeobachter von Index Radar bewerten die aktuelle Konsolidierung positiv und als notwendig nach einer vorherigen Aufwärtsbewegung. Analysten sehen in den jüngsten Verkäufen eine Gelegenheit für Investoren, die Rekordstände des DAX zu nutzen, um Gewinne zu realisieren.

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts waren die beherrschenden Themen des Börsentages. Der Konflikt im Nahen Osten beruhigte sich zunächst, was zu einer leichten Entspannung an den Märkten führte. Zudem fiel der US-Arbeitsmarktbericht positiv aus: Im September wurden 254.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, deutlich mehr als die von Experten erwarteten 140.000. Dies senkt allerdings die Hoffnung der Anleger auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed. Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba und Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank, gehen davon aus, dass weitere Zinssenkungen in nächster Zeit unwahrscheinlich sind.

An der Wall Street konnten die positiven Arbeitsmarktdaten zunächst für Gewinne sorgen, die jedoch im Laufe des Handelstages wieder schrumpften. Der Dow Jones notierte nur knapp im Plus bei 42.035 Punkten, während der S&P 500 um 0,2 Prozent auf 5.708 Zähler stieg. Der Nasdaq-Index legte um 0,3 Prozent auf 19.861 Punkte zu.

Der Euro zeigte auf die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten eine schwache Reaktion und verlor an Wert gegenüber dem US-Dollar. Höhere Zinsen in den USA stärken die Nachfrage nach dem Dollar, was den Euro belastet. Zudem wurden Gold und Staatsanleihen vermehrt aus den Depots verkauft.

Trotz der Entscheidung der EU, Zusatzzölle auf Elektroautos aus China zu ermöglichen, konnten sich die Aktien deutscher Autobauer am Freitag behaupten. Investoren hoffen auf eine Verhandlungslösung zwischen Brüssel und China, die die Zölle wieder stoppen könnte. Das Börsendebüt des Berliner Wissenschaftsverlags Springer Nature verlief erfolgreich: Der erste Kurs wurde mit 24 Euro an der Frankfurter Börse festgestellt, nach einem Ausgabepreis von 22,50 Euro.

Die Titel vieler Reedereien mussten zum Wochenschluss Verluste hinnehmen, nachdem der Streik der Hafenarbeiter an der US-Ost- und Golfküste überraschend schnell beigelegt wurde. Aktien wie Moeller-Maersk und Hapag-Lloyd fielen deutlich im Kurs.

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