DAX schließt erneut im Plus
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In einer jüngsten Entwicklung zeigte der deutsche Aktienmarkt positive Signale, als der DAX einen weiteren Tag im Plus abschloss und sich der 15.000-Punkte-Marke näherte. Mit einem Anstieg von 0,8 Prozent beendete der Leitindex den Handelstag bei 14.923 Punkten, nachdem er bereits am Vortag mit einem Plus von 0,6 Prozent geschlossen hatte. Dieser Aufwärtstrend wurde durch positive Impulse aus den Vereinigten Staaten unterstützt.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtete sich insbesondere auf zwei wichtige Ereignisse in den USA. Zum einen stand der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed im Fokus, von dem man allgemein annahm, dass er eine Zinspause signalisieren würde. Diese Annahme basierte auf der Kombination aus mehreren Unsicherheitsfaktoren an den Märkten und einer gleichzeitig rückläufigen Inflation. Sollte die Fed tatsächlich die Zinsen unverändert lassen, wäre dies das erste Mal seit Anfang des Vorjahres, dass sie bei zwei aufeinanderfolgenden Entscheidungen keine Änderungen vornimmt.
Ein weiterer Punkt, der das Interesse der Marktteilnehmer weckte, war die Reaktion des US-Notenbankchefs Jerome Powell auf die jüngsten Renditeanstiege am Anleihemarkt. Diese hatten sich in den letzten Wochen deutlich erhöht und Auswirkungen auf andere Währungsräume, einschließlich der Euro-Zone, gehabt. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen waren zeitweise auf über fünf Prozent gestiegen, was weltweit als Bewertungsmaßstab dient und Bedenken hinsichtlich der Schuldentragfähigkeit einzelner Staaten aufkommen ließ.
Ein weiterer Faktor, der die Renditen in die Höhe trieb, war die Sorge der Investoren vor steigenden Staatsschulden in den USA. Das US-Finanzministerium kündigte an, Anleihen mit Laufzeiten von drei bis 30 Jahren im Wert von 112 Milliarden Dollar auf den Markt zu bringen, was leicht unter den Prognosen lag. Die Ankündigung führte zu einem Rückgang der Renditen in den USA.
Technische Analysen deuten darauf hin, dass der DAX möglicherweise eine Bodenbildung erreicht hat. Sollte der Index über 14.824 Punkten bleiben, könnte die bedeutende Widerstandszone knapp unter 15.000 Punkten ins Spiel kommen. Eine Abwärtskurslücke, die am 20. Oktober entstanden war, könnte bald geschlossen werden, was die Hoffnung auf eine Stabilisierung des Marktes stärkt.
In Japan verlor der Yen nach einem Treffen der Bank of Japan (BoJ) weiter an Wert und erreichte den tiefsten Stand des Jahres gegenüber dem Dollar. Die BoJ hatte beschlossen, ihre lockere Geldpolitik fortzusetzen und gleichzeitig die Renditekontrolle für zehnjährige japanische Staatsanleihen zu überarbeiten. Trotz der Bereitschaft der BoJ, in den Devisenmarkt zu intervenieren, blieb der Effekt an den Märkten aus. Der schwache Yen treibt die Inflation im Land an, kommt aber gleichzeitig großen Konzernen wie Toyota zugute, die von einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit und Exporttätigkeit profitieren.
