DAX rutscht weiter ab und verliert an Stabilität
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Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenschluss schwach. Der DAX verzeichnete erneut Verluste und fiel im Tagesverlauf auf bis zu 22.377 Punkte. Zum Handelsschluss stand der Leitindex bei 22.461 Zählern, was einem Rückgang von 0,96 Prozent entspricht. Damit summiert sich das Wochenminus auf knapp 1,9 Prozent. Seit dem Rekordhoch von 23.476 Punkten zu Monatsbeginn hat der DAX mehr als 1.000 Punkte verloren. Die Anleger bleiben angesichts der Unsicherheiten über die Auswirkungen des Zollstreits zwischen den USA und anderen Ländern vorsichtig.
Noch deutlicher fielen die Verluste im MDAX aus. Der Index der mittelgroßen Werte gab um 2,69 Prozent nach und schloss bei 27.857 Punkten. Der MDAX, der Anfang März noch nahe der Marke von 30.000 Punkten notierte, rutschte damit wieder deutlich ab. Analysten sehen die Ursache vor allem in den anhaltenden Sorgen über die US-Handelspolitik und den schleppenden Sondierungsgesprächen der künftigen Bundesregierung in Deutschland.
Der von US-Präsident Donald Trump verschärfte Zollstreit belastete auch die internationalen Märkte. An der Wall Street weiteten die wichtigsten Indizes ihre Verluste aus. Der Dow Jones fiel um rund 1,6 Prozent, der S&P 500 um 1,9 Prozent und der Nasdaq-Index um 2,6 Prozent. Neben der Zollpolitik sorgten auch Inflationssorgen für Druck. Der PCE-Kernindex, ein wichtiges Inflationsmaß der US-Notenbank, stieg von 2,7 auf 2,8 Prozent. Das Konsumklima der US-Verbraucher verschlechterte sich merklich und erreichte mit 57,0 Punkten den niedrigsten Stand seit November 2022.
Der Euro zeigte sich unterdessen stabiler und wurde am Nachmittag bei 1,0825 Dollar gehandelt. In der Eurozone sank die Inflationsrate im März auf 2,2 Prozent. Die Europäische Zentralbank sieht sich damit ihrem Inflationsziel von zwei Prozent näher. Positiv reagierten Immobilienwerte auf die fallenden Anleiherenditen. Titel wie Vonovia, TAG Immobilien und Deutsche Wohnen legten zu, während Bankaktien wie Commerzbank und Deutsche Bank unter Druck standen.
Besondere Aufmerksamkeit galt erneut den deutschen Autobauern, die angesichts drohender US-Zölle deutliche Verluste verzeichneten. Laut Studien könnten die Exporte um fast 30 Prozent zurückgehen. Die Aktien von Volkswagen, BMW, Mercedes und Stellantis litten unter den Aussichten. Trotz der Bedeutung der Autobauer für den Index halten sich die Auswirkungen auf den DAX aufgrund der vergleichsweise geringen Gewichtung in Grenzen.
