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DAX rutscht weiter ab

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DAX rutscht weiter ab

Der DAX setzte seine jüngste Schwächephase auch am gestrigen Handelstag fort und rutschte auf den niedrigsten Stand seit Juni. Der Leitindex verlor nach einem bereits schwachen Wochenauftakt weitere 1,74 Prozent und schloss bei 23.180 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf kurzzeitig bis auf 23.085 Punkte gefallen war. Seit dem Zwischenhoch der vergangenen Woche bei etwas über 24.400 Zählern summiert sich der Rückgang damit auf mehr als 1.300 Punkte. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte verzeichnete deutliche Einbußen von gut zwei Prozent.

Mit dem erneuten Rückgang notiert der DAX erstmals seit April unter seiner 200-Tage-Linie. Dieser gleitende Durchschnitt gilt als wichtiger Indikator für die längerfristige Marktentwicklung. Ein Tagesschluss unterhalb dieser Marke wird von Marktexperten als Signal für eine mögliche Fortsetzung der Abwärtsbewegung gewertet. Bereits gestern wurde zeitweise die Zone um die 23.000 Punkte erreicht, was die Unsicherheit zusätzlich verstärkte.

Unter besonderem Druck standen erneut zinssensitive Banktitel. Aktien von Deutscher Bank und Commerzbank verloren jeweils rund vier Prozent. Noch deutlicher gaben Papiere von Siemens Energy nach, die am DAX-Ende mehr als sechs Prozent einbüßten, nachdem sie zuvor eine Phase kräftiger Kursgewinne erlebt hatten.

Belastet wurden die europäischen Märkte zudem von der negativen Stimmung an der Wall Street. Dort weiteten die großen Indizes ihre Verluste im Verlauf des Handelstages aus. Der Dow Jones sank um 1,1 Prozent und hat seit seinem Rekordhoch in der Vorwoche mehr als vier Prozent eingebüßt. Nasdaq und S&P 500 verzeichneten ebenfalls deutliche Rückgänge. Viele US-Anleger beschäftigt die Frage, ob der Zinssenkungszyklus der Federal Reserve nach zwei Reduzierungen bereits auslaufen könnte oder ob im Dezember eine weitere Lockerung erfolgt.

Aufschluss erhoffen sich Marktteilnehmer von Wirtschaftsdaten, deren Veröffentlichung durch den 43-tägigen Haushaltsstillstand der US-Regierung verzögert worden war. Erste Berichte zeigten im August einen Anstieg der Industrieaufträge um 1,4 Prozent, nachdem sie im Juli gefallen waren. Das verarbeitende Gewerbe leidet weiterhin unter hohen Importzöllen, der ISM-Index signalisiert seit Monaten Schrumpfung. Mit Spannung wird nun der am Donnerstag erwartete Arbeitsmarktbericht für September erwartet, der für die Zinspolitik der Fed große Bedeutung hat.

Parallel dazu richtet sich der Blick auf den Technologiesektor. Die Quartalszahlen von Nvidia, die nach US-Börsenschluss erwartet werden, könnten weitreichende Auswirkungen auf die weltweiten Märkte haben. Experten verweisen auf die Rolle des Unternehmens als zentralen Treiber für Investitionen in künstliche Intelligenz. Zweifel an der Nachhaltigkeit der hohen Bewertungen hatten zuletzt zugenommen, auch befeuert durch den Verkauf eines kleineren Nvidia-Aktienpakets durch den Investor Peter Thiel.

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