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DAX rutscht tief in die Verlustzone

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 DAX rutscht tief in die Verlustzone

Der DAX hat in der zurückliegenden Woche deutliche Verluste verzeichnet. Ausschlaggebend waren neue Entwicklungen im Zollstreit zwischen den USA und China. Der Leitindex verlor auf Wochensicht mehr als acht Prozent, was den stärksten Rückgang seit dem Frühjahr 2022 markiert. Damals war der russische Angriff auf die Ukraine Auslöser heftiger Kursverluste. Am Freitag schloss der DAX mit einem Minus von 4,9 Prozent bei 20.641,72 Punkten. Zwischenzeitlich fiel er am Freitag sogar um 5,2 Prozent und unterschritt vorübergehend die Marke von 20.500 Punkten. Der MDAX büßte 5,5 Prozent ein und beendete den Handel bei 25.408,54 Zählern.

Der Einbruch wird maßgeblich durch die Eskalation des Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China beeinflusst. Nachdem die USA unter Präsident Donald Trump neue Zölle angekündigt hatten, reagierte China mit Gegenmaßnahmen. Ab dem 10. April sollen alle US-Waren mit einem Zoll von 34 Prozent belegt werden. Zusätzlich plant China Ausfuhrkontrollen für bestimmte seltene Erden. Anleger zeigten sich angesichts dieser Entwicklungen besorgt und trennten sich verstärkt von Aktien, insbesondere vor dem Wochenende, an dem Märkte auf aktuelle Nachrichten nicht reagieren können.

Auch an den US-Börsen zeigte sich ein ähnliches Bild. Der Dow Jones verlor 2,7 Prozent, der S&P 500 sank um 3,1 Prozent, und der Nasdaq büßte 3,5 Prozent ein. Damit befindet sich die Technologiebörse charttechnisch auf dem Weg in einen Bärenmarkt. Am Vortag hatte die Wall Street bereits den stärksten Tagesverlust seit der Corona-Krise erlitten. Der Dow Jones hatte dabei vier Prozent eingebüßt, der Nasdaq 100 sogar sechs Prozent.

Parallel zu den Kurseinbrüchen reagierten verschiedene Branchen unterschiedlich. Aktien des Chemiekonzerns DuPont verloren über 15 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen möglicherweise von chinesischen Wettbewerbshütern untersucht wird. Papiere großer US-Pharmakonzerne wie Pfizer und Merck gaben ebenfalls nach, nachdem Trump angedeutet hatte, auch Medikamente künftig mit Zöllen zu belegen. Kreditkartenunternehmen wie American Express und Mastercard gerieten ebenfalls unter Druck. Die Sorge vor einer globalen Rezession führte zudem zu deutlichen Rückgängen bei den Ölpreisen. Brent-Öl und WTI verbuchten Wochenverluste von über zwölf Prozent.

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