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DAX rutscht erneut ab vor Fed-Entscheid

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 DAX rutscht erneut ab vor Fed-Entscheid

Der deutsche Aktienindex DAX verzeichnete gestern erneut Verluste und schloss 0,6 Prozent tiefer bei 23.115 Punkten. Damit setzte sich die Abwärtsbewegung am zweiten Tag in Folge fort, nachdem zuvor eine neuntägige Gewinnserie zu Ende gegangen war. Die Unsicherheit an den Märkten nahm zu, insbesondere im Vorfeld des für den Abend erwarteten Zinsentscheids der US-Notenbank Federal Reserve. Viele Anleger hielten sich angesichts der drohenden Konfrontation zwischen US-Präsident Donald Trump und der Fed zurück. Trump hatte in den vergangenen Wochen zunehmend Druck auf die Notenbank ausgeübt, die Zinsen zu senken. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Fed ihren Leitzins beibehält, um ihre Unabhängigkeit zu unterstreichen.

An der Wall Street entwickelten sich die Kurse uneinheitlich. Der Dow Jones legte um rund 0,5 Prozent zu, während die Technologiebörse Nasdaq schwächer tendierte. Derweil sorgen auch geopolitische Spannungen für Nervosität: Zwischen Indien und Pakistan kam es in der Nacht zu den heftigsten Kämpfen seit zwei Jahrzehnten. Diese Eskalation im Kaschmir-Konflikt stellt aus Sicht von Marktteilnehmern ein zusätzliches Risiko dar.

Die Finanzaufsicht BaFin warnte unterdessen vor weiterem Rückschlagpotenzial an den Märkten. Präsident Mark Branson erklärte, dass die Unsicherheit nach wie vor extrem hoch sei und Rückschläge systemweite Auswirkungen haben könnten. Auch wirtschaftliche Daten beeinflussten das Geschehen: So meldeten deutsche Industriebetriebe einen Anstieg der Auftragseingänge um 3,6 Prozent im März. Der Euro notierte leicht im Plus bei 1,1344 US-Dollar. Die Ölpreise gaben nach, Brent-Öl verbilligte sich um ein Prozent auf 61,37 Dollar pro Barrel. Der Goldpreis sank leicht um 0,4 Prozent auf 3.385 Dollar.

In der Unternehmenswelt sorgten mehrere Meldungen für Bewegung. Disney übertraf mit starken Zahlen die Erwartungen, während Weight Watchers nach einem Insolvenzantrag über 50 Prozent an Börsenwert verlor. BMW meldete einen Gewinneinbruch von 26,4 Prozent, behielt aber seine Prognose bei. Siemens Healthineers senkte wegen des Zollstreits seine Gewinnprognose. Weitere Unternehmen wie Fresenius, Vonovia, Rivian und Auto1 präsentierten ebenfalls Quartalszahlen. Zugleich kam es zu personellen Veränderungen bei Carl Zeiss Meditec, während N26 ein eigenes Mobilfunkangebot ankündigte.

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