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DAX rutscht deutlich ins Minus

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DAX rutscht deutlich ins Minus

Ein Kursrutsch hat den deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss fest im Griff gehabt. Der DAX eröffnete am Freiteg zwar auf Tageshoch bei 23.802 Punkten, lag damit aber bereits unter dem Vortagesschluss. Im Tagesverlauf weitete sich das Minus aus, der Leitindex fiel zwischenzeitlich auf 23.380 Zähler und beendete den Handel mit einem Verlust von 2,66 Prozent bei 23.425 Punkten. Damit unterschritt der DAX auch die wichtige charttechnische Unterstützung bei 23.900 bis 24.000 Punkten und verzeichnete ein Wochenminus von rund 3,3 Prozent. Auch der MDAX verlor deutlich und schloss mit einem Minus von 2,22 Prozent.

Auslöser der negativen Entwicklung waren neue US-Zölle gegen fast 70 Länder mit Sätzen zwischen zehn und fünfzig Prozent. Die Handelsmaßnahmen der US-Regierung sorgen international für Unsicherheit. Insbesondere die Schweiz zeigte sich schockiert angesichts eines 39-prozentigen Zollsatzes auf Exporte in die USA. Analysten warnen vor einer anhaltenden Belastung der Finanzmärkte, hinzu kamen Gewinnwarnungen mehrerer Unternehmen.

Daimler Truck senkte seine Ergebnisprognose für 2025 drastisch. Statt eines bereinigten Betriebsergebnisses von 4,7 Milliarden Euro im Vorjahr erwartet der Konzern nun nur noch 3,6 bis 4,1 Milliarden Euro. Auch Cancom und SFC Energy reagierten mit Prognosesenkungen, was zu deutlichen Kursverlusten führte. Evonik rechnet nur noch mit einem operativen Ergebnis am unteren Ende der eigenen Zielspanne, auch hier wurden Umsatzprognosen nach unten korrigiert.

Einzig Bayer konnte sich gegen den Trend behaupten. Starke Quartalszahlen, insbesondere im Pflanzenschutz- und Saatgutgeschäft, ließen die Aktie im DAX um fast drei Prozent zulegen. Ebenfalls positiv überraschte Apple: Der Konzern trotzte Trumps Zöllen und erzielte mit einem Gewinn von 23,43 Milliarden Dollar ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

An der Wall Street gab es ebenfalls Verluste. Der Dow Jones sank um 1,2 Prozent, die Nasdaq verlor 1,8 Prozent. Besonders Amazon geriet unter Druck: Die Aktie fiel um mehr als acht Prozent, nachdem das Wachstum in der Cloud-Sparte AWS hinter den Erwartungen zurückblieb. Die US-Arbeitsmarktdaten für Juli fielen schwächer aus als erwartet. Nur 73.000 neue Jobs wurden geschaffen, frühere Zahlen wurden deutlich nach unten korrigiert. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent.

Der Euro legte gegenüber dem Dollar um rund 1,2 Prozent auf 1,1555 Dollar zu. Die Inflation im Euroraum stagnierte im Juli bei 2,0 Prozent. Die Industrie in den USA meldete einen Rückgang der Aktivität, der Einkaufsmanagerindex fiel auf 48,0 Punkte. Infolge der unsicheren Nachfrage bauten Unternehmen erneut Stellen ab.

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