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DAX rutscht ab nach neuem Zollstreit

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DAX rutscht ab nach neuem Zollstreit

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem wechselhaften Handelstag schwächer geschlossen. Der DAX gab um 0,62 Prozent nach und beendete den Tag bei 24.236 Punkten. Zwischenzeitlich war der Leitindex unter die Marke von 24.000 Punkten gefallen, bevor er sich am Nachmittag etwas erholte. Nach den Gewinnen zu Wochenbeginn hielten sich Anleger zurück, belastet von der wieder aufgeflammten Zollauseinandersetzung zwischen den USA und China. Auch der MDAX verlor deutlich und fiel um 1,22 Prozent auf 30.074 Punkte.

Auslöser der Unsicherheit war ein erneuter Konflikt zwischen Washington und Peking. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende neue Handelsbarrieren angekündigt und damit den jüngsten Aufwärtstrend an den Börsen abrupt beendet. China reagierte umgehend und kündigte Gegenmaßnahmen an. Beide Länder erhoben neue Hafengebühren auf Frachtschiffe, was den Konflikt nun auch auf die Seeschifffahrt ausweitet. Trotz geplanter Gespräche zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Staatschef Xi Jinping Ende Oktober ist keine Entspannung in Sicht. Analysten sehen den Handelsstreit als Hauptbelastung für die weltweiten Finanzmärkte.

Auch die Prognosen des Internationalen Währungsfonds trugen kaum zur Beruhigung bei. Der IWF erwartet für 2025 ein globales Wachstum von 3,2 Prozent, 2026 sollen es 3,1 Prozent sein. Damit kühlt sich die Weltkonjunktur weiter ab. Deutschland bleibt laut IWF hinter anderen Industrienationen zurück, profitiert jedoch von steigenden Investitionen im europäischen Umfeld. Insgesamt beurteilt der Fonds die Aussichten aufgrund handelspolitischer Risiken und protektionistischer Maßnahmen als gedämpft.

Unter den DAX-Werten zählten Siemens Energy und Continental zu den größten Verlierern, während Zalando gegen den Trend zulegte. Der Onlinehändler profitierte von einer positiven Einschätzung der Deutschen Bank, die mit besseren Quartalszahlen rechnet. Auch an der Wall Street schwankten die Kurse deutlich. Der Dow Jones konnte sich im Tagesverlauf ins Plus drehen und schloss über 46.000 Punkten, während der Nasdaq 0,8 Prozent verlor.

Im Bankensektor sorgten Quartalsberichte für Bewegung. Goldman Sachs meldete einen Gewinnsprung um 37 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar, getragen von einem starken Investmentbanking. JPMorgan und Wells Fargo legten ebenfalls zu, Citigroup verzeichnete sogar Rekorderträge. Der Vermögensverwalter BlackRock profitierte von der weltweiten Markterholung und verwaltet nun 13,46 Billionen Dollar.

Weitere Unternehmensnachrichten kamen aus Deutschland und Asien. Das Bundeskartellamt genehmigte die Übernahme von CureVac durch BioNTech, Fraport meldete steigende Passagierzahlen, Google investiert 15 Milliarden Dollar in ein KI-Rechenzentrum in Indien. Samsung erwartet mit 12,1 Billionen Won den höchsten Gewinn seit 2022, und Thyssenkrupps Marinesparte TKMS wird am 20. Oktober an der Frankfurter Börse gelistet.

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