DAX rutscht ab nach KI-getriebenem Start
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Der deutsche Aktienmarkt ist nach einem freundlichen Start ins Minus gerutscht. Der DAX konnte gestern die anfänglichen Kursgewinne nicht halten und beendete den Handelstag mit einem Verlust von 0,81 Prozent bei 24.065 Punkten. Zeitweise hatte der Leitindex bei 24.433 Punkten ein Tageshoch markiert, doch am Nachmittag überwogen enttäuschende Signale von der US-Geldpolitik sowie durchwachsene Unternehmenszahlen. Auch die Euphorie rund um die Künstliche Intelligenz, die zuvor von starken Zahlen der US-Konzerne <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Meta befeuert worden war, konnte dem deutschen Markt letztlich nicht dauerhaft Schwung verleihen.
An der Wall Street hingegen zeigten sich vor allem Technologieaktien in Bestform. Die Nasdaq kletterte auf ein neues Allzeithoch bei 21.457 Punkten, während der S&P 500 ebenfalls zulegte. Microsoft-Aktien stiegen infolge positiver Geschäftszahlen um rund 4,4 Prozent und erreichten mit 555,45 Dollar ein Rekordhoch. Das Unternehmen verzeichnete im abgelaufenen Quartal ein Umsatzplus von 18 Prozent auf über 76 Milliarden Dollar, während der Gewinn auf 27 Milliarden Dollar kletterte. Auch Meta überzeugte mit einem Umsatzsprung von 22 Prozent auf 47,5 Milliarden Dollar und einem Gewinnanstieg um 36 Prozent. Die Aktie legte um etwa 12 Prozent zu.
Der MDAX schloss mit einem kleinen Plus von 0,11 Prozent bei 31.004 Punkten. Heidelberg Materials steigerte dank Kostendisziplin Umsatz und Gewinn und bestätigte seine Jahresziele. Lufthansa zeigte sich nach einem Gewinnanstieg im zweiten Quartal zuversichtlich für das Gesamtjahr. Auch Gea hob seine Prognose an, während Knorr-Bremse wegen des starken Euro seine Umsatzerwartung senkte. Hensoldt meldete Rekordaufträge und bestätigte seine Ziele.
Negative Impulse kamen auch von der Inflationsseite. Die Teuerungsrate in Deutschland blieb im Juli bei 2,0 Prozent und lag damit über den Erwartungen der Ökonomen. Der Euro geriet unter Druck, während der Dollar von der unveränderten US-Zinspolitik profitierte. Die US-Notenbank hatte am Vorabend keine Änderung am Leitzins vorgenommen, eine baldige Zinssenkung gilt nun als unwahrscheinlich.
Unternehmensseitig sorgte BMW mit einem Gewinneinbruch von rund 32 Prozent für Ernüchterung. Die Belastungen durch US-Zölle und schwache Geschäfte in China drückten auf Umsatz und Marge. Siemens Healthineers verlor deutlich, nachdem Siemens Anteile veräußerte. Airbus und Mastercard meldeten stabile Zahlen, während Ford eine Gewinnwarnung aufgrund von US-Importzöllen herausgab. Ceconomy steht indes vor einer Übernahme durch den chinesischen Onlinekonzern JD.com.
