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DAX rückt Rekordmarke immer näher

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX rückt Rekordmarke immer näher

Der deutsche Aktienmarkt hat vor dem Wochenende kräftig zugelegt und sich in großen Schritten einem neuen Rekord angenähert. Der DAX war im Tagesverlauf zeitweise über die Marke von 24.500 Punkten geklettert und hatte den Handel mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 24.422 Zählern beendet. Damit rückte das Allzeithoch vom Juli mit 24.639 Punkten in greifbare Nähe. Bereits am Vortag hatte der Leitindex ein Prozent gewonnen und bei 24.113 Punkten geschlossen. Marktbeobachter werteten diese Entwicklung als mögliches Signal für den Start der traditionellen Jahresendrally. Das vierte Quartal gilt historisch als besonders stark, und viele Anleger setzen darauf, dass sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzt.

Ein zentraler Auslöser für den Anstieg waren Spekulationen über eine bevorstehende Lockerung der US-Geldpolitik. Schwächere Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten hatten Hoffnungen auf Zinssenkungen geschürt. Nach Einschätzung der Landesbank Baden-Württemberg hatten die Zahlen selbst die pessimistischsten Prognosen unterboten und damit die Erwartungen an eine weitere geldpolitische Lockerung verstärkt. Trotz des anhaltenden Regierungsstillstands in den USA und Anzeichen einer abkühlenden Konjunktur zeigte sich der DAX robust. Analysten sehen darin ein deutliches Signal für eine mögliche Fortsetzung des Aufwärtstrends in den letzten Monaten des Jahres.

Die politische Situation in den USA bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor. Zwar haben die Finanzmärkte frühere Haushaltsstillstände meist relativ gelassen aufgenommen, doch Beobachter halten es für möglich, dass es diesmal anders kommt. Die zunehmende politische Polarisierung könnte den Stillstand verlängern und die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten verzögern. Damit fehlen sowohl Investoren als auch der US-Notenbank zentrale Orientierungspunkte. Auch europäische Marktbeobachter weisen darauf hin, dass die gute Stimmung an den Börsen schnell drehen könnte, sollte es zu Gewinnmitnahmen kommen.

An der Wall Street machte sich der Shutdown bereits bemerkbar, da etwa die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen nicht veröffentlicht wurden. Sollte der Stillstand anhalten, dürfte auch der Arbeitsmarktbericht für September entfallen. Der Technologieindex Nasdaq 100 setzte seinen Rekordlauf dennoch fort und überschritt zeitweise die Marke von 24.900 Punkten, beflügelt vom anhaltenden Interesse an Künstlicher Intelligenz. Der S&P 500 und der Dow Jones gaben hingegen leicht nach.

Auch Unternehmensnachrichten prägten das Marktgeschehen. Tesla profitierte von auslaufenden US-Subventionen für Elektroautos und meldete mit 497.099 ausgelieferten Fahrzeugen einen Absatzrekord. Thyssenkrupp beendete die Stahlkooperation mit der tschechischen EP Group, um Gespräche mit Jindal Steel zu priorisieren. BASF kündigte an, das Katalysatorgeschäft zu behalten und den geplanten Aktienrückkauf vorzuziehen. Stellantis verzeichnete steigende Absatzzahlen in Italien und den USA. OpenAI erreichte mit einer Bewertung von 500 Milliarden Dollar einen neuen Spitzenwert unter nicht-börsennotierten Unternehmen.

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