DAX-Rekordserie endet nach sechs Tagen
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Der DAX schloss den gestrigen Handelstag bei 20.329 Punkten, ein leichter Rückgang um 0,1 Prozent. Nach sechs aufeinanderfolgenden Rekorden konnte gestern keine neue Bestmarke erzielt werden. Der Index bewegte sich in einer engen Spanne zwischen 20.277 und 20.393 Punkten. Die Marke von 20.461 Punkten, die am Vortag erreicht wurde, bleibt weiterhin der Rekordwert. Experten warnen jedoch vor einer "überkauften" Marktsituation, die eine Korrektur bis auf 20.000 Punkte möglich macht.
Die Anleger warten auf neue Impulse, insbesondere auf Inflationsdaten aus den USA und die erwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Der MDAX hingegen verzeichnete ein Minus von 0,9 Prozent und fiel erneut unter die 27.000-Punkte-Marke. Während der DAX im Jahresvergleich um 22 Prozent zulegte, steht der MDAX leicht im Minus. Im Fokus der Woche stehen die Zinsentscheidungen der EZB und der US-Notenbank Federal Reserve. Analysten erwarten für die EZB eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte.
An den US-Börsen präsentierten sich die Indizes uneinheitlich. Der Dow Jones drehte leicht ins Plus, während die Nasdaq leicht ins Minus fiel. Der S&P 500 blieb nahezu unverändert. Im Technologiesektor sorgte der US-Softwarekonzern Oracle für Aufmerksamkeit. Nach enttäuschenden Quartalsergebnissen fiel die Aktie zunächst um 9,3 Prozent, bevor sich die Verluste etwas einpendelten.
Der Euro zeigte sich im späten europäischen Handel schwächer und notierte bei 1,0511 Dollar. Der Goldpreis stieg um rund ein Prozent auf 2.688 Dollar und wird nach Expertenmeinung aufgrund erwarteter Zinssenkungen weiter zulegen. Die Allianz kündigte an, bis 2027 mindestens drei Viertel ihres Gewinns an Aktionäre auszuschütten und ihr operatives Ergebnis auf 18,5 Milliarden Euro zu steigern.
Bei BMW steht ein Wechsel an der Aufsichtsratsspitze bevor. Nicolas Peter, ehemaliger Finanzchef des Unternehmens, soll Norbert Reithofer ablösen. Delivery Hero und Teamviewer verzeichneten deutliche Kursverluste. Delivery Hero litt unter dem schwachen Börsengang der Tochter Talabat, während Teamviewer eine große Übernahme tätigte, die durch neue Schulden finanziert wurde.
Meta und Google stehen im Fokus der EU wegen einer Werbekampagne, die sich an Jugendliche richtete. Der US-Pharmakonzern Eli Lilly kündigte eine Dividendenerhöhung und ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm an. OpenAI stellte das KI-Tool Sora vor, das Videos aus Textvorgaben generieren kann, jedoch noch mit Einschränkungen behaftet ist.
