DAX-Rekord und weltweite Börsenturbulenzen
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Der DAX hat seinen Rekordlauf fortgesetzt und erreichte zur Wochenmitte ein neues Allzeithoch. Mit einem Plus von 1,08 Prozent schloss der deutsche Leitindex bei 20.232 Punkten und übertraf zeitweise sogar die Marke von 20.257 Punkten. Dies ist der zweite Tag in Folge, an dem der DAX über der historischen Grenze von 20.000 Punkten liegt. Experten sehen weiteres Potenzial bis zu 20.400 Punkten, mahnen jedoch zur Vorsicht vor einer möglichen Korrektur. Die anhaltende Unsicherheit um die Wirtschaftspolitik der USA und konjunkturelle Schwächen könnten bald wieder stärker in den Fokus der Anleger rücken.
Auch international bleiben die Finanzmärkte in Bewegung. An der Wall Street verzeichneten der S&P 500 und der Nasdaq 100 neue Höchststände, obwohl die US-Konjunkturdaten schwächer ausfielen als erwartet. Der Dow Jones legte um 0,5 Prozent zu. Unterdessen bewegt sich der Euro nach dem drohenden politischen Scheitern der französischen Regierung um Premierminister Michel Barnier weiterhin stabil über der Marke von 1,05 Dollar. Die politische Lage in Frankreich sorgt jedoch für Unsicherheit, da ein Misstrauensantrag in der Nationalversammlung die Regierung bedroht.
Die Ölpreise zeigten sich am Abend rückläufig, obwohl die US-Rohölvorräte deutlicher gesunken sind als prognostiziert. Ein Barrel der Sorte Brent wurde mit 73,11 Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 0,7 Prozent entspricht. Analysten erwarten von den heutigen Beratungen der OPEC+ eine Beibehaltung der restriktiven Förderpolitik.
Im Unternehmenssektor kam es zu bedeutenden Entwicklungen. SAP profitierte von einem optimistischen Ausblick seines US-Wettbewerbers Salesforce und setzte seine positive Entwicklung im DAX fort. Der Flughafenbetreiber Fraport sicherte sich eine Konzession für den Betrieb des Flughafens Kalamata in Griechenland und plant, diesen ab Ende 2025 zu übernehmen. Gleichzeitig meldete Volvo Cars eine Absatzsteigerung im November, insbesondere in Europa und den USA, während der Absatz in China zurückging. Der Anteil von E-Autos und Plug-in-Hybriden am Gesamtverkauf des Unternehmens stieg auf 48 Prozent.
Amazon stellte unterdessen auf seiner „re:Invent“-Konferenz neue KI-Lösungen vor. Die KI „Nova“ soll für die Generierung von Videoclips genutzt werden, während neue Server mit selbstentwickelten Prozessoren den Marktführer Nvidia herausfordern sollen. Zu den Kunden der neuen Server zählt Apple, das seine Produkte künftig mit eigener KI-Technologie ausstatten möchte.
In der Zwischenzeit kündigte der Agrar- und Baustoffkonzern BayWa an, 1.300 Stellen bis 2027 abzubauen, um Kosten zu senken. Mattel sieht sich mit einer Sammelklage konfrontiert, nachdem auf Puppenverpackungen eine fehlerhafte Webadresse abgedruckt wurde.
