DAX reagiert auf schwache US-Börsen – Moderate Verluste erwartet
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Die Anlegerinnen und Anleger erwarten zu Beginn der neuen Handelswoche moderate Verluste beim deutschen Leitindex DAX. Vor dem XETRA-Handelsstart dürfte das Börsenbarometer bei 15.890 Punkten liegen, was einem Minus von 0,4 Prozent entspricht. In der vergangenen Woche hatte der DAX noch ein Allzeithoch bei 16.529 Punkten erreicht, doch seitdem zeigten die Aktienmärkte tendenziell eine rückläufige Entwicklung.
Grund für die Reaktion des DAX sind die schwachen US-Börsen am Freitag. Der Dow Jones schloss 0,4 Prozent tiefer auf 35.065 Punkten, während der Nasdaq und der S&P 500 ebenfalls um 0,4 beziehungsweise 0,5 Prozent nachgaben.
Die Investoren richten ihr Augenmerk auf die neuen Daten zu den US-Verbraucherpreisen, die für Mittwoch erwartet werden. Diese könnten Aufschluss darüber geben, ob die US-Notenbank Federal Reserve erneut die Leitzinsen anheben wird.
Auch die asiatischen Märkte notierten am Morgen tendenziell tiefer. In China wird mit weiteren Anzeichen für eine Deflation gerechnet, da die Verbraucherpreise um etwa 0,5 Prozent und die Erzeugerpreise um vier Prozent gesunken sein dürften. Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Minus, während der japanische Nikkei-Index um 0,1 Prozent auf 32.147 Punkte fiel.
Am Devisenmarkt hat sich der Euro leicht über der Marke von 1,10 Dollar stabilisiert, da die Aussicht auf eine längere Zinspause in den USA den Dollar belastet.
Die Ölpreise halten sich auf dem hohen Niveau der vergangenen Woche. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 86 Dollar, während die US-Sorte WTI wenig verändert bei 82 Dollar je Barrel liegt. Die Feinunze Gold notiert bei 1938 Dollar und damit knapp unter dem Schlussstand vom Freitag.
In Bezug auf den deutschen Markt steht am Morgen die Aktie von Siemens Energy im Fokus. Die Geschäftszahlen des Unternehmens zeigten Probleme bei der spanischen Windkraft-Tochter, wodurch Siemens Energy für das laufende Geschäftsjahr mit einem Verlust von rund 4,5 Milliarden Euro rechnet. Besonders bei der spanischen Siemens Gamesa werden Verluste von etwa 4,3 Milliarden Euro erwartet, und es wurden zusätzliche Belastungen in Milliardenhöhe angekündigt, um die Schäden an Rotorblättern und Lagern bei den Onshore-Plattformen zu beheben.
Traurige Nachrichten erreichten den Stuttgarter Nutzfahrzeug-Konzern Daimler, als bekannt wurde, dass der Finanzvorstand der Lkw- und Bus-Sparte, Jochen Goetz, bei einem tragischen Unglücksfall ums Leben gekommen ist. Der 52-Jährige führte das Unternehmen seit gut zwei Jahren und hatte erst vor Kurzem die Quartalszahlen von Daimler Truck vorgestellt.
Trotz der Flaute auf dem Häuser- und Wohnungsmarkt erhöht der Betreiber der Immobilien-Plattform Immoscout24 die Erwartungen für das laufende Jahr. Die jüngste Übernahme des Immobilienbewerters Sprengnetter, der nun zu Scout24 gehört, ermöglicht ein erwartetes Umsatzwachstum von 15 Prozent und ein prognostiziertes operatives Ergebnis (Ebitda) von 18 bis 19 Prozent. Effizienzmaßnahmen sollen dabei eine wesentliche Rolle spielen.
In der Filmbranche sorgt der Streifen "Barbie" für Aufsehen, da er seit seiner Premiere vor rund zwei Wochen weltweit bereits mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat. In den US-Kinos wurden Tickets im Wert von 459 Millionen Dollar und im Ausland für 572 Millionen Dollar verkauft, was insgesamt 1,0315 Milliarden Dollar ausmacht.
