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DAX nähert sich Rekordhoch mit starkem Quartalsauftakt

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DAX nähert sich Rekordhoch mit starkem Quartalsauftakt

Der deutsche Aktienmarkt hat den Oktober mit deutlichen Kursgewinnen begonnen und sich dabei bis dicht an ein neues Allzeithoch herangearbeitet. Der DAX schloss gestern mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 24.422 Punkten und näherte sich damit der im Juli erreichten Bestmarke von 24.639 Punkten. Zwischenzeitlich kletterte der Index sogar über die Marke von 24.500 Zählern. Rückenwind kam von Spekulationen über mögliche Zinssenkungen in den USA, nachdem schwache Arbeitsmarktdaten Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik verstärkt hatten. Die saisonal traditionell starke Phase zum Jahresende trägt ebenfalls zur positiven Stimmung bei. Marktanalysten sehen darin ein mögliches Signal für den Beginn einer Jahresendrally.

Trotz dieser günstigen Ausgangslage bleibt der politische Stillstand in den Vereinigten Staaten ein Unsicherheitsfaktor. Der anhaltende Shutdown führt dazu, dass wichtige Wirtschaftsdaten nicht veröffentlicht werden, was die Notenbank und die Märkte gleichermaßen in eine schwierige Lage bringt. Historisch gesehen haben die Börsen frühere Haushaltsblockaden oft gut verkraftet, doch Beobachter warnen, dass die politische Polarisierung diesmal ein längeres Ringen um den Haushalt nach sich ziehen könnte. Dadurch könnten entscheidende Orientierungspunkte fehlen und die Unsicherheit an den Märkten zunehmen.

In den USA sorgte der Regierungsstillstand bereits für Verzögerungen bei der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten. An der Wall Street zeigte sich die Stimmung gedämpft, auch wenn der technologieorientierte Nasdaq 100 seinen Rekordlauf fortsetzte und zeitweise über 24.900 Punkte stieg. Der S&P 500 und der Dow Jones Industrial gaben leicht nach. Ein anhaltender Stillstand könnte dazu führen, dass die US-Notenbank ihre nächste Zinsentscheidung ohne aktuelle Daten treffen müsste.

Unternehmensnachrichten sorgten ebenfalls für Bewegung. Tesla profitierte von einem Auslaufen der US-Subventionen für Elektroautos und meldete einen neuen Auslieferungsrekord. Im dritten Quartal stiegen die Verkäufe im Jahresvergleich um 7,4 Prozent auf 497.099 Fahrzeuge. Thyssenkrupp beendete die geplante Partnerschaft mit der tschechischen EP Group und konzentriert sich stattdessen auf Gespräche mit dem indischen Konzern Jindal Steel über eine mögliche Beteiligung an der Stahlsparte.

BASF kündigte an, das Katalysatorengeschäft länger im Konzern zu behalten und möglicherweise einen Aktienrückkauf früher als geplant zu starten. Stellantis meldete steigende Neuzulassungen in Italien und den USA, was den Aktienkurs stützte. Zudem wurde bekannt, dass der ChatGPT-Anbieter OpenAI mittlerweile mit rund 500 Milliarden Dollar bewertet wird und damit das wertvollste nicht börsennotierte Unternehmen der Welt ist.

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