DAX nähert sich erneut Rekordhoch
EZB-Zinssenkungen und Stabilisierung in China treiben die Märkte an

Zum Ende der letzten Woche verzeichnete der DAX moderate Zugewinne und schloss bei 19.657 Punkten, was einem Anstieg von 0,38 Prozent entspricht. Der Index blieb am Freitag damit knapp unter seinem Tageshoch von 19.665 Punkten, während das Tagestief bei 19.540 Punkten lag. Im Wochenvergleich legte der DAX um etwa 1,4 Prozent zu, während der MDAX der mittelgroßen Unternehmen um 0,68 Prozent auf 27.336 Punkte anstieg.
Die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusste weiterhin die Märkte. Marktbeobachter spekulieren bereits über eine weitere Senkung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte bei der nächsten Sitzung im Dezember. Christine Lagarde, Präsidentin der EZB, hatte erklärt, dass die Inflationsrisiken abwärts gerichtet seien, was die Spekulationen auf eine größere Zinssenkung verstärkte. Der Terminmarkt sieht dafür bereits eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Insbesondere Deutschland, das unter einer schwächelnden Konjunktur leidet, würde von weiteren Zinssenkungen profitieren.
An den chinesischen Märkten kam es zu deutlichen Zugewinnen, nachdem die chinesische Notenbank Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität eingeleitet hatte. Diese Maßnahmen trugen auch zur Stabilisierung der chinesischen Konjunktur bei, die im dritten Quartal etwas stärker wuchs als erwartet. Die Metallpreise, insbesondere Kupfer, profitierten ebenfalls von diesen Entwicklungen und stiegen um 1,2 Prozent auf 9.629 Dollar je Tonne.
Bei den Einzelwerten im DAX konnte Daimler Truck um über sieben Prozent zulegen, was auf den optimistischen Ausblick des Konkurrenten Volvo zurückzuführen ist. Auch andere Autoaktien wie Porsche und der Zulieferer Continental verzeichneten Zugewinne. Der Markt für Lastkraftwagen zeigte sich insbesondere in Europa robust, wo die Prognose für 2024 auf 300.000 Einheiten angehoben wurde.
Der Goldpreis stieg auf ein neues Rekordhoch von über 2.700 Dollar pro Feinunze, was auf die anhaltende Unsicherheit und die sinkenden Zinserwartungen zurückzuführen ist. Auch der Euro erholte sich leicht und notierte zuletzt bei 1,0854 Dollar, nachdem er zuvor durch die Zinssenkung der EZB und starke US-Konjunkturdaten unter Druck geraten war.
